Götterspeise

g-speiseGötterspeise heißt der Blog einer jungen Frau, Andrea, die sich mit keltischen, römischen und mittelalterlichen Rezepten beschäftigt. Diese präsentiert sie sehr ansprechend auf modernen Geschirr und im Stil einer gastronomischen Küche. Der Grenzen des Nachkochens ist sie sich als Archäologin durchaus bewußt. Ihr Anspruch ist: „Möglichst originalgetreu, mit allen wichtigen Quellenangaben“. Einzig bei den keltischen Rezepten muss auch unsere Blogerin bei aller sonstigen Sorgfalt im Dunkeln stochern:

Heute lehne ich mich ein bisschen weit aus dem Fenster. Pfannkuchen als keltisches Gericht zu verkaufen ist natürlich gewagt. Andererseits: Alle Zutaten dafür standen den Kelten bereits zur Verfügung… Quelle

Bei aller Sympathie: „Alle Zutaten standen zur Verfügung“ ist natürlich kein Beleg. Wird allerdings mit Rezepten nach archäologischen Funden gearbeitet, wie hier, ist das zu akzeptieren und wir freuen uns sehr darüber. Sorgfältiger hat sie bei den römischen und mittelalterlichen Rezepten gearbeitet und da gibt es einige leckere Sachen zu entdecken. Hier ist natürlich die Quellenlage wesentlich besser. Dennoch beeindrucken mich Andreas  informative und unterhaltsame Texte zu jedem Rezept. Aber ich muss natürlich noch kritteln (Sonst würde ich bei Andrea auch nur als „Schleimer“ dastehen): Den gebratenen Kürbis, hier zu sehen, sollte doch, nicht nur weil es authentischer ist, mit dem Flaschenkürbis machen. Mit unseren selbstangebauten Kürbissen gab es eine sehr leckeren Nachtisch, bei einem jungen Flaschenkürbis gibt es auch kein Schälen und es ergeben sich leckere Kürbisringe (nach meiner Erinnerung haben wir die mit Honig gemacht).

Zu den mittelalterlichen Rezepten komme ich am Ende: Raaaah, Andrea, mit „Ritter Kunibert“ hast Du mir einen ganz schönen Schreck eingejagt! Zum Glück sehen die Rezepte alle lecker aus, wenn auch wenig für uns Frühmis dabei ist (jedenfalls nach den verwendeten Quellen). Aber das Problem mit der überlieferten überwiegend spätmittelalterlichen Küche, deshalb wir sie auch so benennen sollten, muss hier nicht erörtert werden. Fein, fein, Andreas Weg zur Vermittlung historischer Küche, wenn es auch keine Rekonstruktion, sondern nur eine Annäherung ist. Was mich betrifft, ich freue schon auf neue Rezepte!

Euer Isí