3. Internationales Schleuderertreffen auf Mallorca

Eine wichtige Heimahonderos016at der Steinschleuder sind die Balearen, besonders die talayotischen Insel Mallorca und Menorca, deren Steinschleuderer in der Antike als Söldner begehrt waren und die Wirkung ihrer Waffe gefürchtet wurde. Nichts liegt daher näher, ein internationales Treffen der Steinschleuderer auf Mallorca, hier im kleinen Ort Ses Salines, abzuhalten. Auch von uns werden, wie im letzten Jahr, einige hinfliegen, obwohl die Mitteilung von den Veranstaltung wirklich sehr knapp vor dem Termin kam. Denjenigen, die trotzdem losfliegen, danken wir ganz herzlich. Am Schluß noch einige Informationen vom Veranstalter zu den historischen Schleuderern auf den Balearen, hier klicken. Wir drücken die Daumen und kommt heil wieder!

Euer Isidorus

Käsekuchen-Ottonen in Winterklausur

Winterklausur im Harz, Foto: Hermann
Winterklausur im Harz, Foto: Hermann

Auch im nächsten Beitrag im Ottonenzeit-Blog geht es um Küche und Ernährung. Zu Beginn des Jahres ziehen sich unsere Mitglieder und Freunde zu einer Winterklausur zurück. Diese fand vom 12. – 14. Febr. bereits zum zweiten Mal im Kloster Drübeck statt. Thema dieses Jahr war der ottonische Kitchen-Guide (Küchenführer). Dieser wurde anlässlich der „Kaiserlager“ 2007 u. 2008 erstellt und bedarf dringend einer Überarbeitung und Aktualisierung. Auch kann der Rezeptteil verbreitert und ergänzt werden.

Was wurde um 1000 gegessen und gekocht?

Gewandet im Sommer kann jeder, barfuß im Harz... Foto: Hermann
Gewandet im Sommer kann jeder, barfuß im Harz… Foto: Hermann

Die erste Frage war: Wollen wir uns überhaupt noch mit einen Küchenführer belasten? Gibt es nicht inzwischen Bücher wie die von Doris Fischer (hier im Blog besprochen)? Wir einigten uns auf eine Aktualisierung des ottonischen kitchen-guide. Allerdings soll dieser nicht als (wissenschaftliche) Publikation herauskommen, sondern als digitale Version (in ständiger Überarbeitung) weitergeführt werden. Eine Druckausgabe soll lediglich für den internen Gebrauch im Verein erstellt werden. Dazu wurde ein Vorgehen in mehreren Schritten vereinbart. Ich schätze, dass wir für eine Schlußredaktion noch eine weitere Winterklausur benötigen werden.

Natürlich gab es auch noch andere Themen zu besprechen und zur Winterklausur gehört

Ottonen und Freunde in Walkenried. Foto: Mara
Ottonen und Freunde in Walkenried. Foto: Mara

auch mind. ein Ausflug oder eine Wanderung.  Dieses Mal ging es über den Harz zum Kloster Walkenried. Einen Abschluss fand die diesjährige „ottonische“ Winterklausur beim Käsekuchen in Quedlinburg. Leider war die Wipertikrypta, die wir zur Besichtung auserkoren hatten, geschlossen. Sicherlich ein Programmpunkt zur nächsten Winterklausur.

Außerdem verweise ich hier auf eine Aktualisierung der Termine. In diesem Zusammenhang erwähnt: Die nächste Winterklausur findet vom 10. – 12. Febr. 2017 statt.

Euer Isidorus

Götterspeise

g-speiseGötterspeise heißt der Blog einer jungen Frau, Andrea, die sich mit keltischen, römischen und mittelalterlichen Rezepten beschäftigt. Diese präsentiert sie sehr ansprechend auf modernen Geschirr und im Stil einer gastronomischen Küche. Der Grenzen des Nachkochens ist sie sich als Archäologin durchaus bewußt. Ihr Anspruch ist: „Möglichst originalgetreu, mit allen wichtigen Quellenangaben“. Einzig bei den keltischen Rezepten muss auch unsere Blogerin bei aller sonstigen Sorgfalt im Dunkeln stochern:

Heute lehne ich mich ein bisschen weit aus dem Fenster. Pfannkuchen als keltisches Gericht zu verkaufen ist natürlich gewagt. Andererseits: Alle Zutaten dafür standen den Kelten bereits zur Verfügung… Quelle

Bei aller Sympathie: „Alle Zutaten standen zur Verfügung“ ist natürlich kein Beleg. Wird allerdings mit Rezepten nach archäologischen Funden gearbeitet, wie hier, ist das zu akzeptieren und wir freuen uns sehr darüber. Sorgfältiger hat sie bei den römischen und mittelalterlichen Rezepten gearbeitet und da gibt es einige leckere Sachen zu entdecken. Hier ist natürlich die Quellenlage wesentlich besser. Dennoch beeindrucken mich Andreas  informative und unterhaltsame Texte zu jedem Rezept. Aber ich muss natürlich noch kritteln (Sonst würde ich bei Andrea auch nur als „Schleimer“ dastehen): Den gebratenen Kürbis, hier zu sehen, sollte doch, nicht nur weil es authentischer ist, mit dem Flaschenkürbis machen. Mit unseren selbstangebauten Kürbissen gab es eine sehr leckeren Nachtisch, bei einem jungen Flaschenkürbis gibt es auch kein Schälen und es ergeben sich leckere Kürbisringe (nach meiner Erinnerung haben wir die mit Honig gemacht).

Zu den mittelalterlichen Rezepten komme ich am Ende: Raaaah, Andrea, mit „Ritter Kunibert“ hast Du mir einen ganz schönen Schreck eingejagt! Zum Glück sehen die Rezepte alle lecker aus, wenn auch wenig für uns Frühmis dabei ist (jedenfalls nach den verwendeten Quellen). Aber das Problem mit der überlieferten überwiegend spätmittelalterlichen Küche, deshalb wir sie auch so benennen sollten, muss hier nicht erörtert werden. Fein, fein, Andreas Weg zur Vermittlung historischer Küche, wenn es auch keine Rekonstruktion, sondern nur eine Annäherung ist. Was mich betrifft, ich freue schon auf neue Rezepte!

Euer Isí

Das neue Jahr (2016)

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Sylvester 2015 – 2016, Turmhügelburg Lütjenburg. Foto: Torsten Mann

Allen einen guten Start ins neue Jahr und viele schöne historische Ereignisse sollen erlebbar sein.

z.B. im jährt sich die Schlacht von Hastings zum 950., da werden auch Mitglieder des Lebendige Geschichte e.V. mitmachen. Natürlich nicht als Ottonen, sondern als Normannen. Hier dazu mehr…

Bei mir  beginnt 2016 etwas lustlos. Es wartet Vereinsbürokratie auf mich und die Vereinstermine müssen auch aktualisiert werden. Wie und Wo organisieren wir dieses Jahr eine neue Schleuderermeisterschaft? Kurz und gut. Ich bin noch gar nicht richtig im neuen Jahr angekommen. Immerhin stehen heuer alle Teilnehmer für die (interne) Winterklausur im Febr. fest. Diese findet im Kloster Drübeck statt. Alle freuen sich schon sehr auf diese Zeit.

Aber auf eine Veranstaltung möchte ich am Ende noch hinweisen: Am Dienstag, 26. Januar 2016, spricht Dr. Marianne Mödlinger (Universität Genua/I) zum Thema: „Kampf und Bewaffnung in der Bronzezeit“.  Vortragsbeginn ist 19.30 Uhr. Die Veranstaltung (Dauer ca. 60 Min.) findet im Hörsaal des Landesmuseums für Vorgeschichte (Seiteneingang), Richard-Wagner-Str. 9, o6114 Halle (Saale) statt. Der Eintritt ist frei.

Euer Isidorus

10 Jahre Archaeoforum

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Seit vielen Jahren in schwarzer Farbe, das Archaeoforum…

Seit vielen Jahren ist es für mich eine Heimat zum Diskutieren und Neuigkeitenaustauschen in der Archäologie und zur Rekonstruktion und Darstellung, das Archaeoforum. Daran hat auch facebook und Co. nichts geändert. Und nun ist es 10. Jahre geworden. Ich stelle fest, ich bin immer noch eifrig dabei und freue mich über jeden neuen Fund, den ich dort kennenlerne, und über jede neue Erkenntnis, die ich dort gewinne. Deswegen: Archaeoforum, ganz herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Modell Burg Giebichenstein fertiggestellt

Wie ich bereits hier und hier schrieb, war ich die letzten drei Jahre fast jeden Montag mit Kindern und Michelle (zuerst Holger) im Raubschiff am Burgbasteln. Aus 2.500 Keramiksteinchen, knapp 1.000 kleinen Dachziegeln, zehn Kilo Gips und 1,5 Litern Leim wurde die Burg Giebichenstein im Maßstab 1/100 rekonstruiert. Grundlage war „Der Giebichenstein in Halle (Saale): Neue Erkenntnisse zur prähistorischen Besiedlung und zur mittelalterlichen Baugeschichte.“ von Schunke, Torsten • Küßner, Mario. (2005) – In: Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte vol. 89 (2005) p. 365-413.

Da war die Burg noch am Beginn. Auf dem Ausgrabungsplan von Torsten Schunke werden die ersten Gebäude errichtet. Quelle des Fotos: Nachwuchsforum Geschichte.

Es gab Vorortexkursionen mit den Kindern und  Herr Schunke war so freundlich, uns zu besuchen und uns einige Tipps zum Bau zu geben. Ziel war es, die Burg so aussehen zu lassen, wie sie in der ersten Bauphase im 13. Jhd. (nach 1192, Erzbischof Wichmann) ausgesehen haben könnte. Wichmanns Vorgänger haben höchstwahrscheinlich noch auf dem Hügel neben der Giebichensteinfelsen, der alten Burg, residiert. Abgelöst wurde diese Residenz später durch die Moritzburg direkt im Stadtgebiet von Halle.

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde die Burg am Tag der offenen Tür in der Latina A.H.F. vorgestellt und mit großen Interesse

Der Burgentransport durch die Franckeschen Stiftungen war gar nicht so einfach…

betrachtet. Die meisten Menschen kennen zwar die Ruinen auf dem Burgfelsen, aber das dort große Gebäude standen und wie diese ausgesehen haben mögen, ist Ihnen ein Rätsel.  Das Modell hat seine Aufgabe, Geschichte zu visualisieren, anfaßbar und begreiflich zu machen, also voll erfüllt. Im Moment steht die Burg in der Latina A.H.F., aber wir können uns vorstellen, dass die Burg Giebichenstein auch zeitweise einen anderen Standort findet.

Die Präsentation des Burgmodells am Tag der offenen Tür der Latina A.H.F.

Euer Isí

 

Der Krieg gehört ins Museum

Ein volles Haus, so wird Archäologie zum Ereignis. Foto: T. Kreutzfeldt
Ein volles Haus, so wird Archäologie zum Ereignis. Foto: To. Kreutzfeldt

so erläuterte Landesarchäologe Harald Meller programmatisch bei der Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Krieg“ im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Selten war die Archäologie so politisch wie heute. Die Spurensuche der Hallenser geriet sich zu einem Mahnmal gegen Krieg und Vertreibung allgemein. Obwohl man das Ausstellungskonzept bereits seit Jahren im Kopf gehabt hatte, waren Meller und Mitarbeiter doch überrascht, wie aktuell Funde und Artefakte angesichts der „Flüchtlingskrise“ sind. Kultusminister Dorgerloh befand in seinem Grußwort: „Wenn wir für jeden Panzer und jedes Sturmgewehr, dass Deutschland in die Welt liefert, einen Flüchtling aufnehmen müßten, ist das Ende der Flüchtlingsaufnahme noch lange nicht erreicht.“

Eine Blockbergung wie ein mahnender Monolith

Über die politische Dimension hinaus, die während der Konzeption der Ausstellung über die Macher hereingebrochen ist, gelang dem Team eine beeindruckende archäologische Sicht auf den Krieg als Kulturphänomen, das die Menschheit nur eine kurze Zeit ihrer Geschichte erlernt hatte und beherrschte. Eine Kulturtechnik, die wir als Menschen  „auch wieder verlernen sollten“. (Meller)

Mahnmal oder Inszenierung einer gewaltigen Blockbergung? Foto: To. Kreutzfeldt
Mahnmal oder Inszenierung einer gewaltigen Blockbergung? Foto: To. Kreutzfeldt

Ein wenig erinnert mich das Ganze an den alten Science-Fiction-Film „2001 – Odysee im Weltall“, in dem ein schwarzer Monolith eine Hauptrolle spiel und Menschenaffen den Krieg erlernen. (tatsächlich, Max-Planck Leipzig demonstriert dies in einem Nachbarraum mit dem Beispiel der Schimpansen!). Dieser Monolith scheint sich direkt ins Foyer des Museums materialisiert zu haben, dem Hauptraum der Sonderausstellung, in dem die Schlacht von Lützen (Dreißigjähriger Krieg) thematisiert wird. Die gewaltige Blockbergung eines Massengrabes vom Schlachtfeld, in dem Soldaten ausgeplündert bis aufs Hemd in die Grabgrube geworfen wurden, steht damit mehr als Mahnmal denn als Ausstellungsstück zu Beginn der Ausstellung und überlagert alles.  Hunderte von Geschosskugeln liegen in einer Vitrine davor.  Das typische Schwarz der Hallenser dominiert die Ausstellungswände, an den Seiten Fotos vom heutigen Schlachtfeld, ein nächtlicher Blick. Ist es wieder mehr Kunst als Archäologie? Das volle Haus zur Eröffnung, Menschen, die auf allen Galerien standen, erscheint tatsächlich als Pop-Event der Archäologie mit dem Landesarchäologen als Hohepriester. Seine Zuhörer klatschen gemessen, das Thema ist ernst.

Funde vom Schlachtfeld bei Lützen (1632) auf einer zeitgenössischen Darstellung der Schlacht. © LDA, Foto: Juraj Lipták
Funde vom Schlachtfeld bei Lützen (1632) auf einer zeitgenössischen Darstellung der Schlacht. © LDA, Foto: Juraj Lipták

Living History ist im Landesmuseum angekommen

Zu jeder guten Inszenierung  gehören auch Statisten: In diesem Fall waren es etwas mehr als ein Dutzend Reenacter von unterschiedlichen Gruppen, die Darstellungen im Zeitfenster Dreißigjähriger Krieg machen. Pikenmänner im Lagerfeuerschein begrüßten die geladenen Gäste im Schein von Lagerfeuern. (Cool, dafür wurden extra designierte Feuerkisten angeschafft, ein bißchen mit dem Flair einer brennenden Mülltonne!), Marketenderinnen gaben nach den Begrüßungs- und Einleitungsworten den Besuchern Brot, Entenbeine etc., Wasser und Wein zur Stärkung aus. Alles, lt. dem Landesachäologen, „in den umliegenden Geschäften geplündert worden“. Die Darsteller waren von einer guten Qualität, soweit ich das beurteilen kann. Über moderne Brillen kann man sich immer streiten. Ins Programm sind sie außer Fanfarenstöße zur Eröffnung nicht einbezogen gewesen, aber die Gruppen erhalten schließlich noch ein eigenes Wochenende zur Entfaltung, hier zu lesen … Archäologie wird so lebendiger, schön, dass es in Halle auch angekommen ist. In UK gehört es wie selbstverständlich dazu, wie wir z.B. im Museum von Culloden erfahren konnten (eigener Bericht, folgt bald).

Tollensetal, eine Schlacht in der Bronzezeit

Schädel mit Hiebverletzung, Fund vom ältesten bekannten Schlachtfeld Europas im Tollensetal (Mecklenburg-Vorpommern). Bronzezeit, um 1200 v. Chr. © LDA, Foto: Juraj Lipták
Schädel mit Hiebverletzung, Fund vom ältesten bekannten Schlachtfeld Europas im Tollensetal (Mecklenburg-Vorpommern). Bronzezeit, um 1200 v. Chr. © LDA, Foto: Juraj Lipták

 Natürlich kann die Sonderausstellung, die ohnehin den Schwerpunkt „Lützen“ hat, nicht den Krieg in allen seinen Entwicklungsstufen und Abschweifungen bis heute darstellen. Genausowenig kann ich der Ausstellung mit all ihren detaillierten Informationen in diesem kleinen Artikel gerecht werden. Aber besonders gefreut habe ich mich auf die Funde vom ältesten bekannten Schlachtfeld Europas im Tollensetal (Mecklenburg-Vorpommern). Bronzezeit, um 1200 v. Chr., wieder einmal vom Künstler Karol Schauer dramatisch illustriert (wie die ganze Ausstellung). Die Funde werden hier in Halle das erste Mal einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt. Anders als bei der annährend zeitgleichen Schlacht von Kadesch besitzen wir darüber keinerlei historische Aufzeichnungen. Gesichert ist nur eine eine große Gruppe junger bronzezeitlicher Kämpfer, zu kleinen Teil beritten, an den Fluss kam und versuchte diesen zu überqueren. Dabei wurden sie von einer anderen Gruppe Kämpfer mit Pfeilbeschuss bekämpft und am Fluss gestellt. Dabei gerieten mehrere Tausend Männer aneinander. Gekämpft wurde mit Bogen, Holzkeulen, weniger mit Schwertern und im Nahkampf auch mit Messern. Über Steinschleuderbeschuss ist nichts bekannt. Wer diese Schlacht gewonnen hat und worum es ging, entzieht sich auch der Kenntnis der Ausstellungsmacher. Fast hätte ich nicht gemerkt, dass das Hallenser Schwarz plötzlich in den Seitenräumen der Ausstellung zu einem dunklen Blau geworden war.

„Krieg ist eine Sache der jungen Männer, das lerne ich hier“, sagte die beste Ehefrau von allen. Und auch der Landesarchäologiehohepriester schlug in diese Kerbe, in dem er Frauen als Beute und Gewinn im Kriege in seiner Einführung bezeichnete. Frauen schuldlos an den Kriegen? So einfach kann es sicher nicht gesehen werden. Denn zur Gruppengehörigkeit und Ausgrenzung anderer, die Kriege mitverursacht, gehören auch die „Weibchen“ und tragen ihren Teil mit zu bei, wie jeder, der an solchen Prozessen beteiligt ist, rasch merken wird, wenn sie auch in der Geschichte, von kleinen Ausnahmen abgesehen, eher weniger an an Kampfhandlungen beteiligt waren.

„Fischschwanzdolch“ aus Feuerstein aus Bebertal (Sachsen-Anhalt). Das Objekt datiert in die Frühe Bronzezeit um 2300-1800 v. Chr.). © LDA, Foto: Juraj Lipták
„Fischschwanzdolch“ aus Feuerstein aus Bebertal (Sachsen-Anhalt). Das Objekt datiert in die Frühe Bronzezeit um 2300-1800 v. Chr.). © LDA, Foto: Juraj Lipták

Und selbst in den Krieg ziehen?

Ich lade jedenfalls ganz herzlich ein, sich selbst ein Bild zu machen. Zusammen mit der inzwischen größer gewordenen Dauerausstellung (wir sind inzwischen mit dem „Swebenzimmer“ bei den ´ömern angelangt) lohnt sich für diese Sonderausstellung auf jeden Fall eine längere Fahrt, viele sensationelle Leihgaben kann ich hier nicht einzeln erwähnen (z.B. siehe Abb. links)

Geöffnet hat der Krieg von Di-Fr von 9-17 Uhr, Sa, So und Feiertage: 10-18 Uhr, Montag nach Vereinbarung, 24. und 31.12.2015 geschlossen. Die Eintrittskarten (berechtigt zum Eintritt von Sonder- und Dauerausstellung) kosten für Erwachsene 8,- €, ermäßigt 6,- €. Kinder  6-14 Jahre brauchen nur 3,- € bezahlen. Gruppen (ab 10 Pers.) bezahlen 6,- € pro Person. Schulklassen können für 1,- € pro Person herein. Eine Familienkarte (Mutter, Vater und die lieben Kleinen) bezahlen zusammen 16,- €. Weitere Informationen über die Kriegsführung gibt es hier … Und hinweisen möchte ich besonders auf das umfangreiche Veranstaltungs- und Vortragsprogramm hinweisen. Die Sonderausstellung ist vom 06. Nov. 2015 bis zum 22. Mai 2016 geöffnet.

Euer Isidorus

In Merowinger-Sauce

MerowingersauceIch finde es ganz super, dass es jetzt auch etwas für Reenactors im Programm der Firma Appels gibt. Und mit Heringen in Merowinger-Sauce ist ein guter Anfang gemacht. Es könnte jetzt Lachs in Wikingerblut, Dorsch in Ottonen-Creme und Thunfisch in Normannen-Sauce folgen. Allerdings haben die Appel-Heringseintopfer dabei nicht beachtet, dass der gemeine Merowinger keine Tomaten kannte. Die sind nämlich aus Amerika gekommen, das ist da irgendwo auf der anderen Seite des großen Teiches. Deswegen sind die Dosen auch nicht der große Verkaufsknaller geworden, obwohl doch ausdrücklich mit authentischen Saucen geworben wurde. Schade eigentlich, aber vielleicht können wir das nächste Mal mal miteinander ins Geschäft kommen. Aber wie bringe ich Odo bei, dass ich beim nächsten Heerbann einen Dosenstand aufmache? Kann sein, dass er mich gleich mit eintopft!pilgeröl

Zur Buße für den Blödsinn kann ich eine Pilgerreise machen. Zum Beispiel nach Rom. Genauso wie der Heilige Geist war ich dort noch nicht (Jerusalem kenne ich, und Santiago ist mein zweites Zuhause). Damit ich das gut überstehe, reibe ich mich mit Pilgeröl ein, in dem hoffentlich wirklich nur authentische Pilgerkräuter sind. Damit kann nichts mehr schiefgehen. Also ab nach Rom, den Eiligen Geist nehme ich gleich mit. Mit sieben Kräutern und sieben Ölen müssen wir über sieben Brücken in die Stadt der sieben Hügel.

Euer Isidorus