Mitgliederversammlung 2011

April 5th, 2011

Am letzten Märzwochenende trafen wir uns zur alljährlichen Klausur und Mitgliederversammlung, diesmal in Gifhorn bei Sabine. Schade, dass so wenige gekommen sind, aber ansonsten hätten wir auch ein größeres Quartier beziehen müssen. Auf jeden Fall ganz herzlichen Dank für die Gastfreundschaft. Wir haben uns diesmal gemütlich zusammengesetzt, Vereinsinterna besprochen und neue Mitglieder aufgenommen. Ich denke mir, die alten Kapitel sind endgültig abgeheftet, ein neues Buch ist aufgeschlagen worden. Die Vereinsmitglieder erhalten alle das Protokoll der Sitzung, sobald der Versammlungsleiter und ein weiteres Mitglied danach einmal korrekturgelesen haben. Ich bitte noch um etwas Geduld. Einen Beschluss kann ich schon mal mitteilen. In Zukunft wollen wir dies Treffen immer im März quasi als Frühjahrsklausur machen. Ich hätte da schon für nächstes Jahr eine schöne Unterkunft im Auge.

Am Ende noch die akt. Termine …

Euer Isí

Ein neues Schleudervideo

März 22nd, 2011

Da es momentan von den Ottonen nicht viel zu berichten gibt und wir unsere Frühjahrsklausur erst Ende März machen, hier noch mal ein Video vom Jaegoor vom Schleudern. Er ist viel besser drauf als wir in Hadmersleben: 5 Schuss, 5 Treffer ! Hervorragend ! Die Spanier zittern schon …

Beeindruckt, der Is

Schleuderertraining in Hadmersleben

Februar 28th, 2011

Schleuderer Hadmersleben

Das war er also, der erste Termin in diesem Jahr: Am 26. Febr. trafen sich einige Schleuderer aus Sachsen-Anhalt in Hadmersleben zum gemeinsamen Training auf dem Schützenplatz des Ortes. Wie man an dem bunten Untergrund des obigen Fotos sieht, wird der Platz eigentlich zum Tontaubenschießen genutzt,  hat uns aber auch beim Schleudern gute Dienste geleistet, zumal das Gelände eine alte Kiesgrube war, die immer noch einiges an Steinmunition zum Nachladen hergab. Anwesend waren Torsten, Christian, Hannes und der Gastgeber Hubert, sowie zwei interessierte Zuschauer.

Diana Hadmersleben

So sah unser Ziel aus. Die Diane von Hadmersleben. Nicht ganz regelkonform und sie hielt auch nur begrenzte Zeit. Das war aber nicht schlimm.

Nicht nur wegen mangelnder Teilnahme, sondern auch wegen unserem Trainingsrückstand (oder wie soll man das nennen) wurde aus dem eigentlichen Wettbewerbswochenende eher ein Trainingswochenende für alle. Der Eifer war groß, die Trefferquote ließ stark zu wünschen übrig. Hubert sicherte sich mit lediglich zwei Punkten den inoff. Sachsen-Anhalt-Meistertitel. Niemand von uns kam an diesem Tag an die notwendige Punktzahl für einen Schülergrad ran, auch die nicht, die bereits einmal einen errungen hatten. Das Wetter war gut und sonnig, aber die Schleuderer waren noch eingerostet vom Winter.

Schleuderer eingerostet

 Christians Fehler ist auf diesem Foto gut zu erkennen: Schleuder verdreht, das kann passieren!

Immerhin war am Ende des Trainingstages die Zielgenauigkeit schon besser geworden, einige Treffer auf der Mittelscheibe oder knapp daneben folgten.  Hubert tröstete uns am Abend mit guten Gulasch über die Misserfolge hinweg. Das Jahr hat ja erst angefangen.  Wir freuen uns auf den nächsten Termin zum gemeinsamen Schleudern. Motiviert hat das Treffen zumindest alle.

Teilnehmer Endsumme nach einem Pass (4 x 5 Wurf), 20 m auf die Ariane/Diane
1. Hubert 2 Punkte, Vorjahr: keine Teilnahme
2. Isidorus 1 Punkt, Vorjahr: 9 Punkte
2. Christian 1 Punkt, Vorjahr: 1 Punkt

Euer Isí

 

Das neue Jahr 2011

Januar 29th, 2011

Ein gebrochener Fuß und ein beängstigend hohes Hochwasser haben den Januar ganz schön bewegt gemacht. Inzwischen kann wieder aufgeatmet werden.

Das neue Jahr ist schon wieder weit fortgeschritten und wir haben eine Menge Termine gemacht, zu denen wir (Ausnahme Mitgliederversammlung des Lebendige Geschichte e.V.) die mit uns befreundeten Ottonen und Ottonenzeitliche herzlich einladen. Gleichzeitig sind auch einige Schleuderertermine dabei, an denen wir Wettbewerbe abhalten und Graduierungen vergeben. Wer noch einige ottonenzeitliche Termine weiß oder anderes Interessantes, dann nehme ich es gerne auf. Hier die bislang gesammelten Termine.

Eigentlich wollte ich das Jahr etwas ruhiger angehen lassen, nur basteln und ganz lange nach Spanien fahren. Mit Spanien klappt es. Und ich werde aufmerksam nach ottonenzeitlichen und anderen interessanten Bauwerken und Funden Ausschau halten. Wie das mit der Ruhe und dem Basteln wird, das werden wir noch sehen. Ich wünsche jedenfalls allen Ottonen, Freunden und Bekannten eine gute Saison 2011, wie die Zuberwölfin so schön schrieb: Das Jahr der zweitausend Elfen !

Euer Isí

Frohes Fest

Dezember 24th, 2010

Weihnachten

Foto: Lis Mann, Turmhügelburg Lütjenburg

Schleuderwochenende

November 28th, 2010

Mitten in der Lüneburger Heide haben wir im November ein weiteren Schleuderwettbewerb in diesem Jahr abgehalten. Das Üslinger8.jpgbungsgelände vom Jaegoor eignet sich ausgezeichnet dazu. Leider haben nicht alle, die zugesagt haben, teilnehmen können. Manchmal benehmen sich die Autos leider nicht so, wie sie sollten. Manchmal bleiben sie auch einfach stehen. Man kann es nicht ändern. Aber die, die teilnehmen konnten, haben ein sehr schönes Wochenende gehabt. Meine Wetterprognose hat auch gestimmt. Ein ausführlichen Bericht gibt es auf Fundis Seite, hier weiterlesen …

Jetzt beginnt der Advent, die Ottonenzeit wünscht allen eine schöne Weihnachtszeit und eine guten Start ins neue Jahr. Und schaut mal, was ihr so alles im Winter machen könnt. Ich habe selbst schon viele Zettel. Vielleicht komme ich auch mal wieder zum Modellbau.

Euer Isí 

Lagerordnung

Oktober 29th, 2010

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Draußen ist eine herrliche Herbstsonne am Wirken und scheint golden durch die gelben Blätter. Bevor ich meinen Nachhausespaziergang mache, noch einige Nachrichten für die Ottonenzeit.

Ich habe den Entwurf unserer Lagerordnung eingestellt, muss aber noch im Vorstand beschlossen werden und von den Mitglieder diskutiert werden. Hier schon mal der Entwurf.

Bei den Terminen hat sich auch einiges getan. Wir machen noch einen Schleuderertermin im Nov., siehe hier. Und unsere Stiftsfrau möchte im Febr. weben und weben lassen, genauer Termin steht anscheinend noch nicht fest, hier Genaueres.

Und da das Bild link noch einer näheren Erläuterung harrt: Ich muss dringend mein Schachspiel fertig machen, dass in Weilheim im Rohzustand schon so bewundert worden ist. Aus Zufall habe ich noch eine schöne Seite gefunden, auf der arch. Funde von Schachfiguren abgebildet sind, viele übrigens aus Spanien. Hier geht es zu der Seite.

Schönes Wochenende, Euer Isí

Bild: Schachfigur aus der Grabung Charavines 1008-1010, Frankreich, Foto: Uhl

Auch andere wandern

Oktober 25th, 2010

:-)   :-)   :-) Gerade dank Nina gefunden: Auch andere wandern, z.B. die Gruppe Furor Normanicus und Freunde. Alles Weitere bei ihnen selbst und ihren (Ge-)wanderungen …

Euer Isí

Harzwanderung

Oktober 12th, 2010

Erster Rauhreif überraschte uns am Morgen, die Blätter der Bäume zeigten allerschönste Herbstfärbung, die letzten Pilzsammler waren unterwegs. Die Ottonen beschlossen im Harz zu wandern.

Wanderung in Gewandung

 Das war unser erster Versuch eine Wanderung in Gewandung zu unternehmen, einfach mal abseits von Veranstaltungen, Museen und Märkten sich zu treffen und noch einmal vor dem Winter unserer Kleidung der Ottonenzeit auszuführen.

Das Selketal bei Mägdesprung erwies sich als idealer Stützpunkt für unser kleines Wanderwochenende. Das Einpacken am Freitag erwies sich als überschaubar und wir konnten alle nach der Arbeit dort eintreffen. Das gastliche Haus von Ehepaar K. lag sehr idylisch. Schiefer und Holz herrschten vor, der Gastraum war sehr passend für uns. Vegetarische Kost stellte für uns Mittelalterleute die größere Herausforderung dar. Es schmeckte letztendlich aber auch. Aber um die Unterkunft des 21. Jahrhunderts im Öko-Stil der 80ziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts soll es hier nicht gehen. Beginnen wir also sofort mit der Wanderung:

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Unsere Wandergruppe bestehend (von links nach rechts) aus Sabine, Nette, Isidorus, Buteo, Hemmo und Rike.

Die kalten Finger der Nebelfrau

Es war nicht mehr die ganz frühe Morgenstunde, zu der wir aufbrachen. Die Terz war eben gerade durch, aber die Nebelfrau war schon verschwunden, doch ihre kalten und unsichtbaren Finger waren noch allerorten. Deswegen verschwanden die Sommertuniken unter Wolle oder wurden gleich fortgelassen, Nette zog sogar ihren Halbkreismantel über. Der Weg führte uns durch Wald an der Selke entlang bis zu den Füßen der Burg Anhalt, von der nicht viel erhalten ist und die es in der Ottonenzeit noch nicht gab. Hier überquerten wir die Selke. Da es inzwischen ein Brücke gibt nicht an einer flachen Stelle, sondern über eine Brücke. Einige Leute im urbayrischer Gewandung machten uns rasch klar, dass wir am heutigen Tag nicht die einzigen Gewandungswanderer sein würden. Wanderer ganz ohne Gewandung begegneten uns allerdings nicht. Der überall grob geschotterte Wanderweg blieb uns den Tag über  erhalten, war weder für unser mittelalterliches noch für neuzeitliches Schuhweg sonderlich gut. Unter dem Gesichtspunkt naturbelassener Wege fällt, das sei vorweg gesagt, die ganze Strecke durch.

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Unser historisches Ziel: Geros Stiftskirche

Die Stiftskirche von Gernrode, Stiftung von Markgraf Gero und seiner Schwiegertochter Hathui, die auch erste Abtissin für die adligen Stiftsdamen wurde, war das Ziel unserer Wanderung. Auch unsere Route dorthin war nur teilweise historisch, denn höchstwahrscheinlich hätten wir wohl die Straße von Harzgerode kommend genommen, aber wo Biker und Ausflügler auf unauthentischen Teerbelag herumkurven, da ist kein Platz für Ottonen.

Immerhin geben wir ein malerisches Bild ab: Drei leichtbewaffnete Männer, drei von der Kleidung nicht ganz arme Frauen, die zusammen ihre Siebensachen in zwei Korbkiepen und  einer Umhängetasche transportieren. Noch im Wald gab es die erste Pause, danach erreichten wir relativ rasch das Sternhaus. Unser Weg kreuzte die Straße nach Gernrode und wir hätten selbst ein Stück dieser Straße bis hinunter zum Ostergrund gehen müssen, aber wir gingen zunächst im Wald weiter und kehrten entlang der Trasse der Harzer Schmalspurbahn querfeldein auf feuchter Wiese auf die eigentliche Route zurück. Diese Anstrengung verlangte nach dem Mittagsimbiss “Zum verendeten Reh” “mit Hirschwurst, Brot und Käse, dazu Gänsewein, alles aus den Kiepe”, wie es Sabine ausgedrückt hat. Der ruhige Blick auf herbstliche Wiese und Wald war beruhigend. Es war warm geworden und wir brachen auf, bevor wir richtig schläfrig wurden und uns vielleicht der “Alte Weidenmann” erwischte.

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Durch den Ostergrund

Die Wanderung näherte sich langsam ihrem Ziel. Im Ostergrund passierten wir ein Rückhaltebecken, durch das das Tal sehr seinen ursprünglichen Charme verloren hat, und versuchten dort zu schleudern. Aber das Harzer Schottergestein ist für ordentliche Schüsse gänzlich ungeeignet. Schade! Wir begegneten jetzt, je näher wir auf Gernrode zumarschierten, anderen Wanderern, die sich freuten oder dumme Bemerkungen machten, ganz nach Temperament oder Einstellung. Ich nahm mir fest vor, für das nächste Mal Erklärungszettel in der Umhängetasche zu haben, aus den die Leute ersehen können, warum wir so komisch herumlaufen. Denn Wanderung in Gewandung, was ist das eigentlich? Ist das ein neuer Trend in der historischen Darstellung? Der erste Gedanke, den die Leute dabei hatten, das schloss ich aus den Bemerkungen, war, das wir aus einem Mittelaltermarkt in der Umgebung entlaufen harzwa4.jpgwaren. Denn Mittelalter ohne “erschröcklichen Mittelaltermarkt”, geht das überhaupt? Dürfen die das? Einige dachten bei unserem Anblick, so vermutete Nette richtig, an ein Krippenspiel. Aber Hemmo war nun als Christkind wirklich zu groß und keine der Damen, ohne ihnen nahetreten zu wollen, war noch Jungfrau.

Wir wanderten weiter, erreichten den Ostersee und bogen vor ihm Richtung Stadt ab. Hier standen schon die ersten Wochenendhäuser und Häuser am Hang. Wir brauchten nur noch gemächlich in die Innenstadt herab zu schlendern. Den Damen verlangte es vor dem Kirchgang rasch nach einer Stärkung. Die Herren waren auch nicht abgeneigt.

Über 1000 Jahre und ein Tag

Das Ziel war erreicht. Wir standen vor der Stiftskirche in Gernrode. Viele Informationen, die in der Kirche auch als Ausstellungstafeln zu sehen sind, habe ich ans Ende des Berichtes gelegt. Wo wir jetzt standen, und auf dem Gruppenbild zu sehen sind, stand einst die Burg und der Hof von Markgraf Gero, einem der rücksichtslosesten Vasallen Kaiser Ottos und sein Mann für das Grobe in Slawenangelegenheiten. Bis heute ist er im Verhältnis Slawen und Deutsche stark umstritten. In der Wikipedia-Diskussionsseite weist ein User zu Recht darauf hin, dass man einen Markgrafen jener Zeit nicht mit heutigen Maßstäben messen könne. Da Geros Wirken jedoch polnische Staatsgründungsmythen berührt, führt man ihn gern als ersten “häßlichen und brutalen Deutschen” an. Die Kirche zu seinem Gedächtnis steht bis heute. Er muss ein wichtiger und außergewöhnlicher Mann gewesen sein, da die ottonischen Königschroniken so viel über ihn zu berichten wissen.

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Die Stiftskirche selbst in der heutigen Form ist natürlich nicht mehr der Bau der Ottonen, aber hat sich viel von der Ursprünglichkeit bewahrt, ist zudem sehr sensibel (bis auf die Innenbemalungen) restauriert worden. Das kann nachgelesen werden. Und gerade wird wieder an der Kirche restauriert, das wesentlich später entstandene “Heilige Grab” wird einer Auffrischung unterzogen. Dennoch war das Grab Geros ein angemessenes, ja fast heiliges Ziel. Die Krypten (nur die östliche ist ottonisch) luden zur Einkehr ein. Es war jedoch spät geworden, wir hatten die Kirche zu verlassen. Ohnehin, das Abendbrot wartete auf uns.

Noch ein Wort zum Schuhwerk:  Rike, Buteo und Hemmo hatten CP-Schuhe an. Diese waren z.t. genagelt, was ich für Wanderungen auch befürworten würde, auch wenn die Fundlage da sehr düster ist. Bei Sabine und Nette ist es ähnlich. Ich hatte die “Theophanu-Schuhe” von Snorri an, die aber schon einen Riß hatten, der sich zu einem klassischen Loch auflief. Ich kann nun sagen: “Ich gehe meilenweit für Kaiser Otto.”

Am Ende noch viele Informationen über die Stiftskirche Gernrode und das Leben der Stiftsdamen, die Ausstellung Schleierhaft?.

Euer gewanderter Isí

Wilhaim 1010 (3)

Oktober 6th, 2010

und Diverses: Unter http://chronico.de/erleben/menschenorte/0000553/ steht mein Bericht zu Wilhaim 1010. Darum brauche ich hier gar nicht so viel zu sagen.

Seit Wilhaim können wir auch die Stiftsfrau Harlindia in unserem Verein begrüßen. Leider ist Ihre Internet-Seite im Moment abgestürzt und sie muss sich mit dem Blog Harlindia en vivo behelfen. Ist doch auch schön! Wir kennen Harlindia schon seit Jahren und freuen uns, dass wir jetzt enger zusammen arbeiten können.

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 Die Stiftsfrau Harlindia

Etwas Neues gibt es auch von den Schleuderern: Der nächste Wettbewerb wird im Nov. sein (noch unbestätigt) und es gibt jetzt eine deutschsprachige Schleudererseite. Die heißt Funda mittere und diese findet ihr hier ... oder im Blogroll.

Das war es für heute erst einmal. Bald muss ich mich an die Fotos von Wilhaim 1010 machen.

Euer Isí