3. Internationales Schleuderertreffen (2)

Die Siegerinnen und Sieger des 3. Internationalen Treffen, Silvio Vass in rot in der Mitte
Die Siegerinnen und Sieger des 3. Internationalen Treffen, Silvio Vass in rot in der Mitte

Bei dem dritten internationalen Schleuderertreffen der balearischen Inseln 2016 hat Silvio Vass aus Deutschland bei den Herren, Antonia Reynes von Mallorca bei den Frauen und Ennio Britos aus Argentinien bei den Kindern gewonnen. Antonia Reynes ist eine ältere Dame von 68 Jahren und balearische Meisterin. Ennio Britos ist zwar Argentinier, schleudert aber in der Jugend von Club foners Felanitx auf den Balearen. Dazu noch ein Artikel (spanisch) in der Diario de Mallorca, hier lesen…

Am Ende gab es noch ein internationales Vergleichsschießen ohne eine Teilnahme von Spaniern und balearischen Schleuderern. Es gab einen dritten Platz für Österreich. Jörn aus unserem Verein und Silvio belegten die Plätze 2 und 1. Auch dazu ganz herzlichen Glückwunsch!

Euer Isidorus

3. Internationales Schleuderertreffen mit Erfolg für Silvio Vass

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Silvio Vass links, Foto: Archiv Ottonenzeit

Beim heutigen dritten internationalen Schleuderertreffen hat Silvio Vass mit 10 Punkten und einer Diane den ersten Platz erkämpft. Der Wettkampf fand in Ses Salinas mit 160 Teilnehmern statt, davon 20 Frauen. Geschossen wurde in zwei Runden a 5 Schuss ohne vorheriges Einschießen. Mit Jaegoor hat erstmals in der etwa zweihundertjährigen Geschichte der balearischen SchleuderWettkämpfe ein Nichtbaleare den ersten Platz erreicht.

Ganz herzlichen Glückwunsch von Deinen Mitschleuderern aus der Ottonenzeit !

 

Und am Ende noch ein Film vom Wettbewerb:

3. Internationales Schleuderertreffen auf Mallorca

Eine wichtige Heimahonderos016at der Steinschleuder sind die Balearen, besonders die talayotischen Insel Mallorca und Menorca, deren Steinschleuderer in der Antike als Söldner begehrt waren und die Wirkung ihrer Waffe gefürchtet wurde. Nichts liegt daher näher, ein internationales Treffen der Steinschleuderer auf Mallorca, hier im kleinen Ort Ses Salines, abzuhalten. Auch von uns werden, wie im letzten Jahr, einige hinfliegen, obwohl die Mitteilung von den Veranstaltung wirklich sehr knapp vor dem Termin kam. Denjenigen, die trotzdem losfliegen, danken wir ganz herzlich. Am Schluß noch einige Informationen vom Veranstalter zu den historischen Schleuderern auf den Balearen, hier klicken. Wir drücken die Daumen und kommt heil wieder!

Euer Isidorus

Käsekuchen-Ottonen in Winterklausur

Winterklausur im Harz, Foto: Hermann
Winterklausur im Harz, Foto: Hermann

Auch im nächsten Beitrag im Ottonenzeit-Blog geht es um Küche und Ernährung. Zu Beginn des Jahres ziehen sich unsere Mitglieder und Freunde zu einer Winterklausur zurück. Diese fand vom 12. – 14. Febr. bereits zum zweiten Mal im Kloster Drübeck statt. Thema dieses Jahr war der ottonische Kitchen-Guide (Küchenführer). Dieser wurde anlässlich der „Kaiserlager“ 2007 u. 2008 erstellt und bedarf dringend einer Überarbeitung und Aktualisierung. Auch kann der Rezeptteil verbreitert und ergänzt werden.

Was wurde um 1000 gegessen und gekocht?

Gewandet im Sommer kann jeder, barfuß im Harz... Foto: Hermann
Gewandet im Sommer kann jeder, barfuß im Harz… Foto: Hermann

Die erste Frage war: Wollen wir uns überhaupt noch mit einen Küchenführer belasten? Gibt es nicht inzwischen Bücher wie die von Doris Fischer (hier im Blog besprochen)? Wir einigten uns auf eine Aktualisierung des ottonischen kitchen-guide. Allerdings soll dieser nicht als (wissenschaftliche) Publikation herauskommen, sondern als digitale Version (in ständiger Überarbeitung) weitergeführt werden. Eine Druckausgabe soll lediglich für den internen Gebrauch im Verein erstellt werden. Dazu wurde ein Vorgehen in mehreren Schritten vereinbart. Ich schätze, dass wir für eine Schlußredaktion noch eine weitere Winterklausur benötigen werden.

Natürlich gab es auch noch andere Themen zu besprechen und zur Winterklausur gehört

Ottonen und Freunde in Walkenried. Foto: Mara
Ottonen und Freunde in Walkenried. Foto: Mara

auch mind. ein Ausflug oder eine Wanderung.  Dieses Mal ging es über den Harz zum Kloster Walkenried. Einen Abschluss fand die diesjährige „ottonische“ Winterklausur beim Käsekuchen in Quedlinburg. Leider war die Wipertikrypta, die wir zur Besichtung auserkoren hatten, geschlossen. Sicherlich ein Programmpunkt zur nächsten Winterklausur.

Außerdem verweise ich hier auf eine Aktualisierung der Termine. In diesem Zusammenhang erwähnt: Die nächste Winterklausur findet vom 10. – 12. Febr. 2017 statt.

Euer Isidorus

Götterspeise

g-speiseGötterspeise heißt der Blog einer jungen Frau, Andrea, die sich mit keltischen, römischen und mittelalterlichen Rezepten beschäftigt. Diese präsentiert sie sehr ansprechend auf modernen Geschirr und im Stil einer gastronomischen Küche. Der Grenzen des Nachkochens ist sie sich als Archäologin durchaus bewußt. Ihr Anspruch ist: „Möglichst originalgetreu, mit allen wichtigen Quellenangaben“. Einzig bei den keltischen Rezepten muss auch unsere Blogerin bei aller sonstigen Sorgfalt im Dunkeln stochern:

Heute lehne ich mich ein bisschen weit aus dem Fenster. Pfannkuchen als keltisches Gericht zu verkaufen ist natürlich gewagt. Andererseits: Alle Zutaten dafür standen den Kelten bereits zur Verfügung… Quelle

Bei aller Sympathie: „Alle Zutaten standen zur Verfügung“ ist natürlich kein Beleg. Wird allerdings mit Rezepten nach archäologischen Funden gearbeitet, wie hier, ist das zu akzeptieren und wir freuen uns sehr darüber. Sorgfältiger hat sie bei den römischen und mittelalterlichen Rezepten gearbeitet und da gibt es einige leckere Sachen zu entdecken. Hier ist natürlich die Quellenlage wesentlich besser. Dennoch beeindrucken mich Andreas  informative und unterhaltsame Texte zu jedem Rezept. Aber ich muss natürlich noch kritteln (Sonst würde ich bei Andrea auch nur als „Schleimer“ dastehen): Den gebratenen Kürbis, hier zu sehen, sollte doch, nicht nur weil es authentischer ist, mit dem Flaschenkürbis machen. Mit unseren selbstangebauten Kürbissen gab es eine sehr leckeren Nachtisch, bei einem jungen Flaschenkürbis gibt es auch kein Schälen und es ergeben sich leckere Kürbisringe (nach meiner Erinnerung haben wir die mit Honig gemacht).

Zu den mittelalterlichen Rezepten komme ich am Ende: Raaaah, Andrea, mit „Ritter Kunibert“ hast Du mir einen ganz schönen Schreck eingejagt! Zum Glück sehen die Rezepte alle lecker aus, wenn auch wenig für uns Frühmis dabei ist (jedenfalls nach den verwendeten Quellen). Aber das Problem mit der überlieferten überwiegend spätmittelalterlichen Küche, deshalb wir sie auch so benennen sollten, muss hier nicht erörtert werden. Fein, fein, Andreas Weg zur Vermittlung historischer Küche, wenn es auch keine Rekonstruktion, sondern nur eine Annäherung ist. Was mich betrifft, ich freue schon auf neue Rezepte!

Euer Isí

Das neue Jahr (2016)

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Sylvester 2015 – 2016, Turmhügelburg Lütjenburg. Foto: Torsten Mann

Allen einen guten Start ins neue Jahr und viele schöne historische Ereignisse sollen erlebbar sein.

z.B. im jährt sich die Schlacht von Hastings zum 950., da werden auch Mitglieder des Lebendige Geschichte e.V. mitmachen. Natürlich nicht als Ottonen, sondern als Normannen. Hier dazu mehr…

Bei mir  beginnt 2016 etwas lustlos. Es wartet Vereinsbürokratie auf mich und die Vereinstermine müssen auch aktualisiert werden. Wie und Wo organisieren wir dieses Jahr eine neue Schleuderermeisterschaft? Kurz und gut. Ich bin noch gar nicht richtig im neuen Jahr angekommen. Immerhin stehen heuer alle Teilnehmer für die (interne) Winterklausur im Febr. fest. Diese findet im Kloster Drübeck statt. Alle freuen sich schon sehr auf diese Zeit.

Aber auf eine Veranstaltung möchte ich am Ende noch hinweisen: Am Dienstag, 26. Januar 2016, spricht Dr. Marianne Mödlinger (Universität Genua/I) zum Thema: „Kampf und Bewaffnung in der Bronzezeit“.  Vortragsbeginn ist 19.30 Uhr. Die Veranstaltung (Dauer ca. 60 Min.) findet im Hörsaal des Landesmuseums für Vorgeschichte (Seiteneingang), Richard-Wagner-Str. 9, o6114 Halle (Saale) statt. Der Eintritt ist frei.

Euer Isidorus

10 Jahre Archaeoforum

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Seit vielen Jahren in schwarzer Farbe, das Archaeoforum…

Seit vielen Jahren ist es für mich eine Heimat zum Diskutieren und Neuigkeitenaustauschen in der Archäologie und zur Rekonstruktion und Darstellung, das Archaeoforum. Daran hat auch facebook und Co. nichts geändert. Und nun ist es 10. Jahre geworden. Ich stelle fest, ich bin immer noch eifrig dabei und freue mich über jeden neuen Fund, den ich dort kennenlerne, und über jede neue Erkenntnis, die ich dort gewinne. Deswegen: Archaeoforum, ganz herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Modell Burg Giebichenstein fertiggestellt

Wie ich bereits hier und hier schrieb, war ich die letzten drei Jahre fast jeden Montag mit Kindern und Michelle (zuerst Holger) im Raubschiff am Burgbasteln. Aus 2.500 Keramiksteinchen, knapp 1.000 kleinen Dachziegeln, zehn Kilo Gips und 1,5 Litern Leim wurde die Burg Giebichenstein im Maßstab 1/100 rekonstruiert. Grundlage war „Der Giebichenstein in Halle (Saale): Neue Erkenntnisse zur prähistorischen Besiedlung und zur mittelalterlichen Baugeschichte.“ von Schunke, Torsten • Küßner, Mario. (2005) – In: Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte vol. 89 (2005) p. 365-413.

Da war die Burg noch am Beginn. Auf dem Ausgrabungsplan von Torsten Schunke werden die ersten Gebäude errichtet. Quelle des Fotos: Nachwuchsforum Geschichte.

Es gab Vorortexkursionen mit den Kindern und  Herr Schunke war so freundlich, uns zu besuchen und uns einige Tipps zum Bau zu geben. Ziel war es, die Burg so aussehen zu lassen, wie sie in der ersten Bauphase im 13. Jhd. (nach 1192, Erzbischof Wichmann) ausgesehen haben könnte. Wichmanns Vorgänger haben höchstwahrscheinlich noch auf dem Hügel neben der Giebichensteinfelsen, der alten Burg, residiert. Abgelöst wurde diese Residenz später durch die Moritzburg direkt im Stadtgebiet von Halle.

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde die Burg am Tag der offenen Tür in der Latina A.H.F. vorgestellt und mit großen Interesse

Der Burgentransport durch die Franckeschen Stiftungen war gar nicht so einfach…

betrachtet. Die meisten Menschen kennen zwar die Ruinen auf dem Burgfelsen, aber das dort große Gebäude standen und wie diese ausgesehen haben mögen, ist Ihnen ein Rätsel.  Das Modell hat seine Aufgabe, Geschichte zu visualisieren, anfaßbar und begreiflich zu machen, also voll erfüllt. Im Moment steht die Burg in der Latina A.H.F., aber wir können uns vorstellen, dass die Burg Giebichenstein auch zeitweise einen anderen Standort findet.

Die Präsentation des Burgmodells am Tag der offenen Tür der Latina A.H.F.

Euer Isí