Ottonische Schleuderer

September 30th, 2011

Es war immer etwas ungewiß, ob Schleuderer für die Ottonenzeit zu belegen sind. Archäologische Funde sind bei Schleudern sehr selten und runde Steine im Fundzusammenhang können alles möglich sein. Ich hatte deswegen auch immer etwas Magenschmerzen, als “ottonischer Schleuderer” aufzutreten. Aber das ist jetzt vorbei. In der Szene der Belagerung Jerusalems aus dem Evangeliar Otto III. (oder Heinrichs II.) sind eindeutig Schleuderer abgebildet. Noch schöner: Sie tragen sogar Rüstungen und Schilder. Im Verbund mit einem Bogenschützen räumen sie die Mauern ab. Diesen Fund verdanken wir übrigens dem Uhl zu Wilhaim. Danke schön!

Ottonische Schleuderer

Quelle: Das Evangeliar Ottos III. oder Evangeliar Heinrichs II. ist ein Werk der ottonischen Buchmalerei und zählt zu den Hauptwerken dieser Epoche. Die Handschrift entstand vermutlich um das Jahr 1000 im Auftrag Ottos III. (Regierungszeit 983–1002) oder dessen Nachfolger Heinrichs II. (Regierungszeit 1002–1024) im Kloster Reichenau. (aus Wikipedia)

Außerdem bin ich gerade am Planen und Zusammenstellen der Termine für 2012. Da kommt doch wieder eine Menge zusammen. Ganz bin ich noch nicht fertig. Es lohnt sich also in den nächsten Tagen noch mal draufzusehen.

Mit ottonischen Grüßen, Euer Isí

Schleudern auf dem Bauspielplatz Roter Hahn

September 14th, 2011

Vom 20 - 21 August fand auf dem Bauspielplatz nahe Lübeck das diesjährige mittelalterliche Sommerfest statt. Geboten wurde ein breites Angebot. Schmieden, färben. spinnen, schnitzen, Pfeil und Bogenbau, Steinschleudern, Zinn gießen uvm. Und natürlich Steinschleudern ! Genau aus diesem Grund waren auch wir mit einem kleinen Lager vor Ort. Wir, das waren Lis, Hermann, Jens und ich. Und natürlich Gregor und Felizitatze.

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Wir hatten angeboten, das Steinschleudern den Besuchern hier etwas näher zubringen. Zu diesem Zweck bauten wir einen Infotisch übers “Schleudern - Damals und Heute” auf und steckten unseren Schussbereich (20 und 30m) ab:

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Der Info Tisch war dann auch wirklich eng umlagert:

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Nicht nur Besucher kamen, auch die Leute vom Bauspielplatz und aus anderen Lagern zeigten reges Interesse an der Schleuderei:

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Und geschleudert wurde dann auch reichlich. Wir begannen mit der Sonne im Gesicht und hörten auf, als sie uns im Nacken brannte

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Und während die einen sich um denn Nachwuchs kümmerten….

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……waren die anderen fleißig am Ball holen:

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…und wieder andere genehmigten sich erstmal einen kühlen Trunk:

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Es war ein wirklich sehr schönes Wochenende. Sehr gerne kommen wir nächstes Jahr wieder. Und vielleicht gibt es ja noch ein paar Ottonen die sich uns anschließen möchten. Platz für ein größeres Lager gibt es auf jeden Fall.

logo-sl2.jpg Jaegoor

Hier noch ein paar kleine Filmchen für Euch:



Heuschrecken des Kaiser

September 7th, 2011

Ich bin lange nicht mehr zum (geschichts)blogen gekommen. Es liegen hier noch zwei Artikel im Speicher und zwei oder drei Ideen im Kopf. Es wird Herbst,  die dunkle Zeit, da werde ich wohl etwas mehr Zeit finden zu schreiben und zu blogen.

Der erste Eintrag ist eigentlich ein Nachtrag zu unserer Zeit auf der Lütjenburg. Immer wenn uns der dortige Museumschef Herr Eller antraf, dann waren wir am Futtern oder am Kochen. Deswegen, deutsche Museumlandschaft aufgepaßt, überall, wo wir auftauchen, wächst kein Gras mehr, denn wir sind die

Heuschrecken des Kaiser
Zeichnung: Maic Gronych, Ottonenzeit/Huginn

Unser nächstes Treffen wird im Geschichtspark Bärnau-Tachow stattfinden. Wir werden auf den Seiten des Geschichtsparks lobend erwähnt und möchten den Dank gleich weiter an unsere “Südschiene”, die dort so fleißig geschafft hat, weiterreichen. Die Nordlichter aus Berlin, Leipzig und Halle werden sich erst dieses Wochenende das Gelände anschauen und danach kann ich darüber berichten. Einige Freunde von uns waren schon da und was haben sie dort gemacht. Natürlich gekocht und gegessen:


Euer

Isi

Die Turmhügelburg zu Pfingsten

Juni 28th, 2011

Wir sind wieder für eine Woche auf der Turmhügelburg. Und wir erwarten weitere Freunde aus der “Ottonenzeit”.  Von Ihnen wird im Verlauf des Berichtes die Rede sein. Am Ende gibt es eine Liste mit den beteiligte Gruppen bei unserer diesjährigen “Burgbelebung”.

Turmhügelburg Lütjenburg

Lütjenburg liegt nördlich von Hamburg. Es ist ein kleiner Ort in Ostholstein an der Ostseeküste. Ostholsteins Besonderheit ist, dass es relativ spät deutsch erobert und besiedelt worden ist. Erst im 12./13. Jhd. wurde es kolonisiert und christianisiert. Hölzerne Turmhügelburgen entstanden deswegen etwas später als im übrigen Heiligen Römischen Reich.  Eine große Rolle spielten dabei die Schauenburger Grafen, hier dazu mehr Informationen …

Nahe Lütjenburg im Nienthal wurde eine Turmhügelburg der Schauenburger Zeit von einem rührigen Verein rekonstruiert und neu errichtet. Sie besteht aus dem Eichenholzturm, der “eingemottet” auf einem Hügel steht und von einem Wassergraben umgeben ist. Nur eine schmale Holzbrücke, die leicht zu entfernen ist, führt hinauf zu diesem letzten Verteidigungspunkt. In der Vorburg steht ein Ensemble von 5 Wohn- und Wirtschaftsgebäuden und die Kapelle. Umgeben ist die Vorburg von einem Wall, der von einem Flechtzaun bekrönt ist. Es ist also keine Steinsburg des Klischeemittelalters, drohendes Gemäuer auf einem Berg oder Hügel, sondern eine Vorform, wie es sie auch im Frühmittelalter in zahlreichen Niederungen gab (deswegen aus Niederungsburg). Wir passen als Ottonen hier also ganz gut herein, wenn auch die meisten Gebäude nicht aus “unserer Zeit” sind.

Lageplan Turmhügelburg

Am Pfingstwochenende findet auf der Festwiese traditionell das “Wikingerfest” statt. Deswegen konnten wir unsere Belebung erst am Pfingstmontag beginnen. Diesmal schlafen wir nicht im Gesindehaus, sondern im Wirtschaftsgebäude. Die meisten “Wikinger” waren bereits abgereist, als wir kamen. Auch Bodendieks Gesinde, die Burgtruppe, zu der seit Neustem auch unser Jaegoor gehört, waren am Abreisen.

Wirtschaftsgebäude Turmhügelburg

Vorher saßen wir zusammen, aßen gemeinsam Hirsebrei und erzählten uns die neusten Erlebnisse. Das ist auch in Zeiten des Internets und der Informationsüberflutung schön. Oder gerade deswegen! Die stillen Tage in Lütjenburg begannen. Selten hatten wir es so ruhig.

Im Sommer am frühen Morgen, wenn die Sonne scheint und bevor die ersten Besucher komme, ist es in der Burg am Schönsten: Ich sitze im Ritterhaus oder in der Sonne auf dem Platz vor der Schmiede und schreibe. Der Tag beginnt gut.

Ritterhaus Turmhügelburg

Die Ruhe währt nicht ewig. Die Bodendieks sind abgereist, aber die ersten Freunde sind angekommen und wollen untergebracht werden: Elke und Jürgen, die Zähringer, sind zwei junggebliebene und herzensgute Schwaben, die uns damals in Tilleda sehr geholfen haben und die arme Orga immer wieder aufgerichtet haben, sie wohnen im Turm. Das war immer schon Jürgens Traum.

Burgturm Turmhügelburg

Kathrin und Holger kennen wir von unserer ersten ernstzunehmenden Veranstaltung in Quedlinburg 2006, dem Reenactorlager auf dem Schlossberg. Jonathan ist Kathrins Sohn. Sie haben ein Zelt neben der Kapelle aufgeschlagen.

Kapelle mit Zelt Turmhügelburg

In dieser Ruhe und Stille drängt sich die Frage auf: Was macht man den ganzen Tag in der Burg?

Die Frage ist einfach zu beantworten, aber nicht so einfach zu erklären: Wir “beleben” die Turmhügelburg, die sich von Beginn an als “Lebendiges Museum” verstanden hat. Was heißt das? Natürlich, wir tragen mittelalterliche Kleidung. Das ist nicht so einheitlich, wie man sich das so vorstellt. Fast 1000 Jahre dauerte das Mittelalter, das ist länger als der Zeitraum vom Ende des Mittelalters bis heute. Da wechselten oft Kleidung und Baustile. Die lütjenburger Turmhügelburg repräsentiert nur den letzten Rest dieser Zeit, etwa ab dem 11. Jahrhundert mit dem “ältesten Gebäude” der Anlage, dem “Wohn- und Stallgebäude” bis zum Ende des Spätmittelalters mit dem jüngsten Gebäude, der Kapelle. Dennoch kann man sich so etwa eine Anlage um 13oo vorstellen. Es ist natürlich nur Rekonstruktion und im Nienthal stand nie eine Burg. Doch rund um Lütjenburg fanden sich  allein 11 dieser kleinen adligen Befestigungsanlagen (im Kreis Plön etwa 45) und so gehört die Turmhügelburg ganz eindeutig zur typisch mittelalterlichen Geschichte der Gegend.

Der Bau von Turmhügelburgen begann in Deutschland etwa ab dem 10./11. Jahrhundert, in Frankreich noch früher, Spanien ging mit seinen Stadtburgen eigene Wege und über Italien weiß ich nicht viel. In Ostholstein errichtete der Holsteinisch-Sächsische Adel diese Burgen, um die slawischen Einwohner zu unterwerfen und das Land deutsch zu kolonisieren. Wie aus anderen Untersuchungen (z.B. auf Rügen und in Mecklenburg) zu ersehen ist, war es z.T. auch der einheimische Adel, der sich dem neuen Oberherr, hier die Schauenburger Grafen, unterworfen hat und sich den neuen Sitten anpaßte, d.h. Adelsburgen auf seinem Besitz baute. Die Bewohner der Turmhügelburgen müssen also nicht immer “Deutsche” gewesen sein.

Turmhügelburg Belebung

Was machen wir noch, außer unsere rekonstruierte Kleidung zu tragen, in unserem Fall die Mode der Ottonen- und Salierzeit? Eins können wir nicht und zwar mittelalterlichen Alltag nachstellen. Uns fehlen hierbei die täglichen Aufgaben, die Tiere etc. Wir können kleinen Handwerken nachgehen, einfache Handarbeiten machen, unser tägliches Essen kochen. Und wir machen einen guten Eindruck natürlich. Von Zeit zur Zeit und wenn man nett ins Gespräch kommt, führen wir die Besucher auch gerne durch das Gelände.

Inzwischen sind fast alle angekommen. Unsere Berliner Freunde Buteo, Hemmo u. Rieke waren leider aber nur kurz da. Der Uhl zu Wilhaim, seine Frau Cutani und die zwei Kinder Natalie und Jenny sind in das Gesindehaus gezogen, Kerstin mit Zelt auf die Wiese, Lis und Hermann in den Kornspeicher, die Liudolfinger Bruno und Baldwin und Jörn und Familie zu uns ins Wirtschaftsgebäude. Lis und Hermann von Gesinde der Burg schlafen im Kornspeicher.

Doch nun regnet es. Das hat uns leider unseren Schleuderwettbewerb geschmissen. Zu allem Überfluss ist auch noch unser Schleudermeister, der Jaegoor, krank geworden. Deshalb fühlte sich unsere Schleuderscheibe etwas allein gelassen.

Schleuderscheibe Turmhügelburg

Historisches Steinschleudern ist eine der Aktivitäten, die sich auf den Wiesen an der Seite der Turmhügelburg ausgezeichnet durchführen lassen. Im Mittelalter war eher die Stabschleuder verbreitet, da sich diese leichter bedienen ließ als das Spezialistenwissen der Bedienung der Handsteinschleuder mit Schlingen, die eher weitflächig in der Antike verbreitet war, jedoch als Waffe auch noch im Mittelalter nachweisbar ist (s. Funde z.B. in Schleswig).

Backofen Turmhügelburg

Ein Höhepunkt des diesjährigen Aufenthalts auf der Turmhügelburg war die Inbetriebnahme des kleinen Lehmbackofens neben dem Kräuterbeet. Das war etwas, was ich eher zum Alltagsleben einer Turmhügelburg zählen würde, leicht von einem Mann zu bewältigen. Wir waren dagegen zu viert/fünft: Zuerst wurde Holz gehackt, möglichst klein zum Anzünden und weiterbefeuern. Bruno machte Feuer und blieb zum Weiterbefeuern einige Stunden dabei. Der Mann, die Frau oder das Kind damals wird seinen Ofen gekannt haben, wir dagegen mussten uns erst mit ihm vertraut machen, bevor er richtig heiß wurde. Der Huginn-Ofen in Tilleda hatte, so erinnerten wir uns, einen Abzug, oder? Dieser hier nicht! Dennoch kamen am Ende drei leckere Brot und da die Hitze noch vorhanden war, ein sehr schmackhaftes Fischgericht aus Plattfischen und Kräutern der Provinz heraus (dem Schleifischer und dem Ökohof Tuch herzlichen Dank!). Sicherlich der kulinarische Höhepunkt des Aufenthaltes, ohne den kochenden Damen und Herren nahe treten zu wollen: Auch Hollunderküchle, die Gerstenfladen und die Zwiebelhühner in Weinsauce in den Kugeltöpfen waren ausgesprochen lecker! Mein Favorit aber war diesmal das Backofen-Menü! Hier zwei Bilder:

Fischgericht Turmhügelburg

 Brot Turmhügelburg

Da dieser Bericht endlich einmal zu Ende gehen muss und auf die Veröffentlichung wartet, nur noch einige schöne Kleinigkeiten, an denen sich bestimmt alle gerne erinnern: Die Nachtwanderung durch die Hügel von Ostholstein bis zu einem geheimnisvollen See. Auch die “Kampfübungen” mit den Kindern trugen sehr zur Unterhaltung bei. Was ich immer wieder feststelle: Die Zeit geht viel zu schnell vorbei.

Am Ende gab es noch etwas Feierliches. Ein Templer kam und der Altknappe von leider erkrankten Jaegoor, Kai, wurde Ritter. Da waren wir aber schon am Einräumen und schon fast auf der Straße nach Hause. Auch hier ein schönes Bild davon.

Turmhügelburg Ritterschlag

Wir sind wieder zu Hause. Aus den in der Küche gestapelten Kisten und dem Geschirr entströmt noch der Geruch des Holzfeuers … Die Turmhügelburg fehlt uns jetzt schon sehr!

Beteiligte Gruppen der Ottonenzeit mit ggf. Internetseiten

Regenbogen Turmhügelburg

Bis bald !

Turmhügelburg Nachtschau

 

Zörbig Festumzug

Juni 9th, 2011

Festumzug Zörbig Ottonen

Hier ein Nachtrag zum Festumzug in Zörbig, in dem wir die Nr. 4 : Die Ottonen in Zörbig bildeten. Immerhin gegann damit die urkundlich bezeugte Geschichte der Stadt. Yukie aus Tokio trägt in Maries alter Ausrüstung unsere Nr. Annette trägt ihr neues mit einer Borte besetztes Prunkkleid aus Seide (Dupionseide oder Wildseide, Königin Editha trug dazu im Gegensatz Kleidung aus reiner Seide), ich renne als nicht ganz einfacher Krieger in Leinenkleidung mit Lanze, Schwert und Schild herum und trage meine neue “Oberschlumpfenmütze” (Typ phrygische Mütze).
Es war unser erster Festumzug und im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen natürlich nicht ganz ernsthaft. Aber es hat trotz der Hitze dennoch viel Spaß gemacht. Und wenn uns wieder jemand in der Gegend zu so etwas einlädt. Warum eigentlich nicht?

Euer Isí

Bildquelle: Feuerwehr Zörbig, hier mehr Bilder vom Festumzug

Kostümierter Mummenschanz

Juni 8th, 2011

Da haben wir etwas unter dem Motto Außensicht: Neulich kam auf dem MDR Figaro eine Radiosendung über ein Museumsfest in Sachsen und es wurde gesagt, das sei alles ganz ernsthaft und nicht der übliche kostümierte Mummenschanz. Damit war nicht der Mittelaltermarkt gemeint, der abgehalten werden soll, der war für die Moderatorin völlig in Ordnung, da ja klar erkennbar. Nein, sie meinte wohl Leute wie uns, die wie lebendig gewordene Museumspuppen in rekonstruierter Kleidung und Ausrüstung herumlaufen. Wir, die Grenzgänger, machen den Mummenschanz und sind ja nur kostümiert, schwer verstehbar für die Journalistin, die noch nie von Living History oder Lebendiger Geschichte gehört hat, die keine Konzepte wie in Dorstadt, Weilheim, in Haithabu, auf der Lütjenburg oder in Bärnau kennt.

Bah, sollen wir jetzt sagen, die ist blöd und sie hat keine Ahnung, da sie nur Schwarzweiß kennt, hier die Museumsausstellungstücke, da den Mittelaltermarkt. Nein, ich glaube, wir müssen mehr für die Außensicht kommen, vielleicht auch mal erklären, Presseerklärungen abgeben, Vorträge halten, uns Museen anbieten. Ich fand es in Zörbig z.B. sehr vergnüglich und die Leute interessierter als bei den meisten Veranstaltungen (Weilheim mal ausgenommen).

Wir brauchen uns den “kostümierten Mummenschanz” nicht anziehen, aber wir können dennoch eine Menge gegen diese Außensicht tun, jedenfalls das, was in unseren Kräften liegt.

Was meint ihr?

Euer Isí

1050 Jahre Zörbig

Mai 31st, 2011

Zörbig 1050

Die Saison 2011 beginnt für uns wirklich sehr langsam. Andere waren schon in Bärnau oder in Dissen oder auf dem Heerbann, aber wir kommen höchstens bis Zörbig, eine kleine Stadt nordöstlich von Halle, die gerade ihre 1050. urkundliche Erwähnung (961 unter Otto I.) feiert. Auch wenn es nur ein “normales” Stadtfest wird, passen wir da ganz gut herein. Und so ist es mir lieber, als an einem künstlich gestalteten historischen Fest teilzunehmen, dass in den meisten Fällen gar nicht historisch ist. Die Ausnahmen bestätigen die Regel. Dann also doch von allem etwas und dazu ein paar Buden mit Bratwurst und Bier. So ist es ein schönes Stadtfest und das passt dann schon. Der Gegenentwurf ist etwas, was ab Himmelfahrt in Dorstadt stattfindet oder was der Uhl an der Ammer in mit Wilhaim 1010 im vergangenen Jahr gemacht haben. Das braucht aber viele gute Darsteller und Konsequenz.

Zörbig war in der Ottonenzeit eine namentlich erwähnte Civitas im Gau Zitici. Die Colodici-Sorben sind von den Sachsen geschlagen worden und durch die ottonische Burgwardordnung bildete sich eine Verteidigungslinie im Osten mit kleinen Burgen und diese umgebenen Dörfer (10 - 20). Das nannte man Burgward, die eigentliche Verteidigungsanlage (evt. im Falle Zörbigs sogar schon ein Steinturm wie in Querfurt) stand im Burgwardhauptort. Dazu mehr hier …. (alter Text aus dem Schülerprojekt). In diesem Fall entstand aus dem Hauptort die Stadt Zörbig.

Wir sind als Ottonen sozusagen der Beginn von Zörbig. Am Sonntag habe ich deswegen im Schloss einen einführenden Vortrag über die Ottonen gehalten und auch Kleidung und Bewaffnung usw. erklärt. Der Vortrag war gut besucht, auch Herr Bürgermeister Rolf Sonnenberger war bei den Zuhörern, und an den Reaktionen und dem Applaus habe ich gemerkt, dass es den Leuten auch gefallen hat. Für so viele interessierte und begeisterte Leute hat sich die Mühe gelohnt. Ich glaube schon, dass an diesem Abend Geschichte lebendig wurde. Herzlichen Dank Zörbig. Wir sehen uns am Samstag zum Festumzug noch einmal wieder.

Euer Isí

Nachbetrachtung Heerbann

Mai 10th, 2011

Schöne Fotos vom Heerbann gibt es wieder beim Fotofloh. Es war ja ein tolles Wetter.

Viel Spaß beim Anschauen, Isí

Frühling auf dem Marsfeld

April 14th, 2011

Dieser Beitrag läuft unter der Rubrik: Was treiben die anderen? Das FFC z.B.trifft sich im Frühjahr an der Burg Herzfeld zum Frühjahrtraining mit ganz neuen Rekruten. Cutani läßt 400 Semmelknödel, 80 l Wildgulasch, 40 l Wildsuppe, 20 kg Blaukraut kochen. Respekt ! Die Kämpfer lassen sich derweil trainieren, bis sie hungrig sind. Ach, schaut es euch selbst an…:

Euer Isí

Frühling auf der Turmhügelburg

April 12th, 2011

Der Jaegoor hat ein paar angenehme Frühlingstage auf der Turmhügelburg Lütjenburg verbracht. Er saß dort auch nicht nur dekorativ herum, sondern war fleißig am Bauen von Schleudererscheibe (Ariane/Diane) und was sonst noch so anlag. Hier erzählt er selbst ... bitte schön…

Frühling Turmhügelburg

Euer Isí