Archive for Juli, 2009

Färbewochenende

Donnerstag, Juli 16th, 2009

oder Färben mit Hei-Wu kann man es auch nennen. Es hat mich besonders gefreut, weil unser Farbenmeistro sich das erste Mal an unseren Vereinsaktivitäten beteiligt hat. Mit einem Vortrag am Freitagabend führte er uns in die Geschichte des Färbens mit Naturfarben ein. Der erste Tag mit Krappfärbung auf Wolle und Seide brachte schon sehr schöne Ergebnisse.  Für die Krappfärbung war hauptsächlich Sabine zuständig. Ganz herzlichen Dank dafür ! Selbst auf naturgrauer Wolle wurde die Farbe sehr intensiv. An Leinen trauten wir uns mit Krapp nicht. Eine Diskussion spann sich um die Frage, ob Krappfärbung auf Leinen historisch sei oder nicht. Der Fachmann sagte: Nein.

Am zweiten Tag färbten wir Leinen und Seide mit Indigo. Nach der Färbung im feuchten Zustand noch sehr farbintensiv, ergab sich doch am Ende nur ein sehr schwaches Blau. Indigo kommt z.B. auch in Waid vor. Farbintensive Waidfärbung kommt im Frühmittelalter schon sehr gehäuft vor. Als Nichtfachmann hofft der Berichterstatter alles genau wieder gegeben zu haben und hofft sehr auf weitere Färbeerlebnisse.

Euer To.

Hausverbot ?

Mittwoch, Juli 1st, 2009

Eigentlich ist es unglaublich und in der vom Grundgesetz (hier die Erinnerung an Artikel 5 !) geschützten Demokratie eigentlich unmöglich durch eine freie Meinungsäußerung Sanktionen wie Hausverbot in öffentlichen und mit Steuergeldern geförderten Einrichtungen befürchten zu müssen, eine Anlage, die man zudem jahrelang aktiv und mit viel Zeit- und Geldeinsatz unterstützt hat. Es geht um das sogenannte Freilichtmuseum Tilleda, von dem wir mal die Hoffnung hatten, dass es doch einmal irgendwann zu so etwas wie einem Museum wird. Die Hoffnung haben wir aufgegeben, aber dennoch empfehlen wir historisch und archäologisch interessierten dort einen Besuch zu machen. Denn jeder sollte sich selbst ein Bild machen, wie das Andenken an eine bedeutende ottonische Pfalz gepflegt und aufrecht erhalten wird. Hier noch mal die ganze Meinungsäußerung und darunter die Reaktionen:
Kritische Bewertung Tilleda
Die Androhung von Rechtsmitteln sehe ich übrigens sehr gelassen. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut und nur weil die Politik etwas aus touristischen und politischen Gründen gut finden möchte, muss es nicht auch der einzelne Bürger tun. Ich lade herzlich jeden ein, sich ein eigenes Bild zu machen. Zudem bin ich durch jahrelange Einblicke in die Lage vor Ort sicher auch nicht objektiv, aber das ist auch nicht die Absicht einer Meinungsäußerung. Wer das nicht begriffen hat, bewegt sich als Politiker auf sehr dünnen Eis. Der Pfingsberg von Tilleda ist kein privater Gutshof und der dort im Auftrag der Gesamtgemeinde Kelbra regierende Bürgermeister ist kein Gutsherr. Auch auf einer Kaiser- und Königspfalz herrschen heutzutage die grundgesetzlich verbrieften Rechte der Demokratie.

Vereinsmeierei muss auch mal wieder sein. Die letzte Geschäftstätigkeit des Vorstand vor der Sommerpause ist jetzt im Vereinsbereich nachzulesen. Das Passwort wurde allerdings aus Sicherheitsgründen routinemäßig geändert und ist bei mir über das Feedbackformular abzufordern:
Feedback

Euer To.