Winterklausur 2017

Nächtlicher Blick auf die Stiftskirche Drübeck

Die erste Veranstaltung im Jahr 2017 diente der Besinnung. Wir waren wieder auf Winterklausur im Kloster Drübeck. Unser Küchenführer „kitchen-Guide“ wurde weiter auf die lange Bank verschoben. Aber aufgeschoben … ! Steinschleudern nimmt eine geringere Rolle ein. Wir haben eine Menge Planung gemacht, die Burg Hohnstein besucht (dazu bald mehr), im Kloster-Café gesessen. Es war doch schön, oder? Die nächste Winterklausur im Jahr 2018 soll übrigens in Bad Doberan stattfinden.

Euer Isidorus

Käsekuchen-Ottonen in Winterklausur

Winterklausur im Harz, Foto: Hermann
Winterklausur im Harz, Foto: Hermann

Auch im nächsten Beitrag im Ottonenzeit-Blog geht es um Küche und Ernährung. Zu Beginn des Jahres ziehen sich unsere Mitglieder und Freunde zu einer Winterklausur zurück. Diese fand vom 12. – 14. Febr. bereits zum zweiten Mal im Kloster Drübeck statt. Thema dieses Jahr war der ottonische Kitchen-Guide (Küchenführer). Dieser wurde anlässlich der „Kaiserlager“ 2007 u. 2008 erstellt und bedarf dringend einer Überarbeitung und Aktualisierung. Auch kann der Rezeptteil verbreitert und ergänzt werden.

Was wurde um 1000 gegessen und gekocht?

Gewandet im Sommer kann jeder, barfuß im Harz... Foto: Hermann
Gewandet im Sommer kann jeder, barfuß im Harz… Foto: Hermann

Die erste Frage war: Wollen wir uns überhaupt noch mit einen Küchenführer belasten? Gibt es nicht inzwischen Bücher wie die von Doris Fischer (hier im Blog besprochen)? Wir einigten uns auf eine Aktualisierung des ottonischen kitchen-guide. Allerdings soll dieser nicht als (wissenschaftliche) Publikation herauskommen, sondern als digitale Version (in ständiger Überarbeitung) weitergeführt werden. Eine Druckausgabe soll lediglich für den internen Gebrauch im Verein erstellt werden. Dazu wurde ein Vorgehen in mehreren Schritten vereinbart. Ich schätze, dass wir für eine Schlußredaktion noch eine weitere Winterklausur benötigen werden.

Natürlich gab es auch noch andere Themen zu besprechen und zur Winterklausur gehört

Ottonen und Freunde in Walkenried. Foto: Mara
Ottonen und Freunde in Walkenried. Foto: Mara

auch mind. ein Ausflug oder eine Wanderung.  Dieses Mal ging es über den Harz zum Kloster Walkenried. Einen Abschluss fand die diesjährige „ottonische“ Winterklausur beim Käsekuchen in Quedlinburg. Leider war die Wipertikrypta, die wir zur Besichtung auserkoren hatten, geschlossen. Sicherlich ein Programmpunkt zur nächsten Winterklausur.

Außerdem verweise ich hier auf eine Aktualisierung der Termine. In diesem Zusammenhang erwähnt: Die nächste Winterklausur findet vom 10. – 12. Febr. 2017 statt.

Euer Isidorus

Das machen wir im Winter …

Ottonen gut gebettet im Kloster Drübeck, Foto: Lis Mann

Z. B.  organisieren wir Museumsbesuche oder eine Besichtigungstour (Templerkapelle, Doppelkapelle etc. wie 2013). Dieses Jahr war wieder eine interne Winterklausur dran, zu dem auch enge Freunde kamen. Unser Tagungsquartier war das bereits zu ottonischer Zeit (urkundlich seit 960 erwähnt) bestehende Kloster Drübeck (Wir berichteten schon im verg. Jahr darüber) Heute ist das Gelände ein gut gepflegtes evangelisches Tagungszentrum, in dem auch kleine Gruppen gemütlich tagen oder sich zusammenfinden können. Bequeme Unterkünfte und von der Qualität gute Vollverpflegung wird garantiert. Auch im Winder hat das Gelände seinen Charme. Wie harmonisch muss es dort erst in schöner Jahreszeit ausschauen!

Eine ottonische Tagung

So tagen Ottonen und Salier

Es ist bekannt, dass  sich ottonische Adlige zu Zusammentreffen an abgelegenen Orten trafen (z.B. in Saalfeld), aber ihre Themen waren natürlich ganz andere als unsere Themen am Wochenende. Bei uns ging es um Menschwerdung, Mittelalterliches Spiel (besonders um die Schachregeln, die in einigen entscheidenen Punkten von den heutigen unterschiedlich waren, doch dazu hier später), Netzknüpfen und angefragte Veranstaltungen. Der Samstagnachmittag gehörte aber bei bestem Sonnenwetter einer Wanderung zwischen den Klöstern Drübeck und dem Kloster Ilsenburg und wieder zurück. Dazu wird es noch schöne Fotos in unserem „Wanderausstellungs“-Blog geben.

Es hat allen so gut gefallen, dass wir auch im Winter 2016 dort wieder eine Winterklausur abhalten werden.

Euer Isidorus

Die ottonisch-salische Wandergesellschaft

Winterklausur – Rückschau

winterklausur1

Lindstedt, ein kleines Dorf in der Altmark war unser Treffpunkt für die erste Winterklausur der Ottonenzeit und Freunden, sowie dem Verein um Ulf Frommhagen, der sich um eine Restaurierung des Gutshof von Lindstedt und um eine Rekonstruktion der Turmhügelburg dort bemüht. Über eine verschneite Landstraße kämpften wir uns bis Lindstedt, kamen einigermaßen pünktlich und fanden auch den Gutshof am Rande des Dorfes gut. Mit dem Gemeindehaus wurde uns eine einfache, aber warme Unterkunft für das Wochenende zur Verfügung gestellt. Ganz herzlichen Dank deswegen an unsere Gastgeber. Es dauerte durch den Schnee etwas, bis alle eintrafen und so verlebten wir einen Schneeabend mit Kennenlernen und Wiederkennenlernen. An Wulflongbow vielen Dank für die Freitagabendverpflegung!

Erst am Samstag begann das eigentliche Klausurprogramm mit der Begrüßung durch Maic von Huginn. Der Vormittag war der Innenschau und Reflektion gewidmet. Kurz gefasst: Was machen wir da eigentlich ? Es wurden Verbesserungen für den Kitguide Ottonik angesprochen. So kam der Vorschlag, Fotobeispiele von z.B. bestehenden ottonischen Darstellung neben historischen Abb. zu stellen, um zu zeigten, so könnte eine Rekonstruktion in der Praxis aussehen. Ein Austausch fand über Motivation der Darstellung und die Probleme der Vermittlung der Darstellung statt. Die Hemmschwelle, die in der Öffentlichkeit angesichts der historischen Darstellung vorhanden ist, haben wir sich alle bereits erleben können. Und will das Publikum wirklich nur aktionreiche Veranstaltungen? Jemand brauchte es mitten in der Diskussion auf dem Punkt: Was wir machen ist eine Gradwanderung zwischen Hofnarr und Ritter. Ist die Publikumsarbeit wirklich das Nonplusultra? Veranstaltungen wie der Heerbann in Berlin-Brandenburg ziehen viele, viele Darsteller (444 im Jahr 2009) jedes Jahr, die ganz ohne Publikum Training, Workshops und Begegnung erleben. Woran liegt der Reiz der internen Veranstaltung? Dabei kann es auch praktische Gründe haben, die Öffentlichkeit nicht dabei zu haben: Die Organisation einer internen Veranstaltung reduziert den Aufwand erheblich. Am Ende kamen die Problematik „Verein“ dran. Dieser bietet organisatorische und finanzielle Vorteile, stellt u.a. die Geschäftsfähigkeit einer Interessengemeinschaft her. Menschliche Dinge sollte man locker angehen, auch wenn es denen, an denen als Vorstände Ansprüche und Forderungen herangetragen werden, schwer fällt.

Am Nachmittag stellte Ulf Frommhagen das Projekt „Turmhügelburg Lindstedt“ vor.  Eine Datierung des jetzt vorhandenen Gutsensemble wird dadurch nicht leichter, da durch die amerikanischen Besatzungstruppen das gesamte Gutsarchiv verbrannt wurde. Anscheinend gab es aber zwei Adelsgeschlechter, die man als v. Lindstedt bezeichnen kann. Das erste Geschlecht zog auf Druck der Askanier berklausur2eits 1250 in Richtung Pommern ab. Das zweite Geschlecht, ursprünglich v. Sondersleben, dann v. Lindstedt, errichteten das 1705 erneuerte Gutshaus, das 1886 endgültig in bürgerliche Hand fiel. Bei einem Rundgang über das Gelände bekamen wir den alten Turmhügel gezeigt. Hier ist nicht klar, ob sich darauf ein Holzturm oder wahrscheinlicher in der Gegend ein Steinturm befand. Eine mögliche Rekonstruktion wird sich aber nicht am Originalstandort, sondern auf den Wiesen daneben befinden.

Der zweite Nachmittagsvortrag entführte uns zu den Burgen der Kreuzfahrerzeit in Syrien, Jordanien und Israel. Trotz der Tücken der Technik (leider funktionierte der Beamer nicht) bekamen wir ein sehr eindrucksvolles und (fast) vollständiges Bild der Burgen dort.  Besonders freuten wir uns über einen Eindruck der Burg von Schaizar, die wir aus der Autobiografie von Usama ibn Munquid kennen. Für den Vortrag bedanken wir uns bei Odo von Crain von den Templern in Berlin.

Das Abendprogramm bestand aus der praktischen Vorführung der frühmittelalterlichen Küche. Ein kleines Team hatte den Nachmittag (allerdings in einer modernen Küche) für uns gekocht und am Abend wurde als erster Gang eine stärkende Brühe, als zweiter Gang gefülltes Huhn mit zweierlei Wintergemüse, Kohl mit Speck oder Zwiebeln mit Honig, und als Nachtisch Bratäpfel mit Mandel oder Rosinen serviert.  Die klausur3Erklärung in Form eines kleinen Vortrag folgte am Sonntagmorgen: Dabei stellte es sich heraus, dass die Aussage, es gebe keine frühmittelalterlichen Vorlagen oder Rezepte zur Ernährung nicht richtig ist. Neben den Capitulares Karls des Großen und dem Lorscher Arzneibuch ist auch Apicius Kochbuch als Leitfaden für eine frühmittelalterliche oder ottonische Küche verwendbar. Die frühsten uns bekannten Exemplare sind aus dem 9. Jahrhundert und große Verbreitung erfuhren seine Rezepte durch die Küche der Äbte der großen Kloster, die separat von den Küchen der Klöster existierte, da hier auch Gäste und Besucher der Klöster verköstigt wurden, wie Annette von der Ottonenzeit und Maic von Huginn zusammen ausführten. Im Anschluss an diesen Vortrag wurde die Winterklausur 2010 der Ottonenzeit geschlossen. Ganz herzlichen Dank bei allen Teilnehmern. Einer Wiederholung steht meiner Meinung nach nichts im Weg. Ich würde mich freuen, wenn wir dafür wieder eine ähnlich große Teilnehmerzahl bekommen würden.

Euer To.

Beteiligte Gruppen und Vereine: 

Winterklausur

Jetzt startet auch endlich die Ottonenzeit wieder ins Jahr. In unserem Forum findet nach wie vor guter Austausch statt. Darüber freue ich mich sehr. Immerhin geht das Projekt Ottonenzeit nun ins 10 Jahr. Das ist schon einen kleinen unauthentischen Sekt wert.

Austausch wird auch in Lindstedt bei unserer Winterklausur stattfinden. Programm und Informationen dazu finden sich hier … Ich bitte um Verständnis, dass nicht jeder spontan dort teilnehmen kann, da eine interne Veranstaltung, bitte vorher anmelden, wenn Interesse besteht.

Das große ottonische Event wird dieses Jahr in Bayern stattfinden und vom Uhl organisiert. Inzwischen gibt es das  das Festprogramm zu 1000 Jahre Weilheim auch als *.pdf im Internet anzuschauen. Das Ottonenlager wird nur ein Programmpunkt sein, für uns selbstverständlich der Wichtigste, hier mehr zu Weilheim…

Herzliche Grüße aus der Ottonenzeit Euer To.

Winterklausur, Termine und Schleudererecke

Jetzt steht es fest, wir werden mit Vereinsleuten und Freunden eine Winterklausur abhalten.  Hier dazu mehr …

Weitere Termine und Veranstaltungen wurden von mir ergänzt. Der Höhepunkt und Abschluss wird sicher das Fest in Weilheim werden, hier zu den Terminen …

Einiges an der alten Ottonenzeit wird jetzt wieder umgebaut und hier in den Blog verlagert, dazu gehören die Schleudererecke, die Vorstellung unserer Darstellerfreunde und Vorstellung von ottonischen Orten. Aber gemach.  Das ottonische Reich ist auch nicht in einer Nacht entstanden…

Bis es wieder Tag wird, Euer To.