Winterklausur 2017

Nächtlicher Blick auf die Stiftskirche Drübeck

Die erste Veranstaltung im Jahr 2017 diente der Besinnung. Wir waren wieder auf Winterklausur im Kloster Drübeck. Unser Küchenführer „kitchen-Guide“ wurde weiter auf die lange Bank verschoben. Aber aufgeschoben … ! Steinschleudern nimmt eine geringere Rolle ein. Wir haben eine Menge Planung gemacht, die Burg Hohnstein besucht (dazu bald mehr), im Kloster-Café gesessen. Es war doch schön, oder? Die nächste Winterklausur im Jahr 2018 soll übrigens in Bad Doberan stattfinden.

Euer Isidorus

Reise ins slawische Mittelalter

Mit slawischen Charme präsentiert sich der Freilichtteil des Heimatmuseums
Mit slawischen Charme präsentiert sich der Freilichtteil des Heimatmuseums

Wieder einmal ein kleiner Veranstaltungsrückblick, diesmal geht es um Stary Lud : 11. Fest des slawischen Mittelalters in Dissen, Landkreis Spree-Neiße. Schon im vorherigen Jahr gab es einen kleinen Bericht.  „Ein ganz besonderes Mittelalterfest“, hat es die Lausitzer Rundschau dieses Jahr genannt und dem können wir uns anschließen. „Bunt, weltoffen und vielsprachig“, hat es die Frau an meiner Seite bei Twitter gepostet. Ich möchte ergänzen: Es ist so unerwartet ruhig und friedlich.

Wie eine Reise in eine Zeit vor 1000 Jahren

Hinter dem Haus des Heimatmuseums und der Kirche gibt es einen kleinen Platz für Gastronomie und eine Bühne für Darbietungen. Danach tritt der Besucher ein in ein kleines frühmittelalterliches Slawendorf mit Bohlenweg und 5 Grubenhäusern.  Und weil heuer ein Fest ist, stehen Zelte dazwischen und Handwerker gehen spannenden Tätigkeiten nach, wie man sie kaum noch so sieht: Ein Glasperlenmacher, ein Schmied, ein Truhenmacher und dergleichen mehr. Auch nach dem Dorf bis auf die nächste Wiese erstrecken sich Lager und Menschen, die vor 1000 Jahren gelebt haben mögen. Weitere Handwerker aus allen Herren Ländern sind dabei, slawische Krieger aus den Fürstenhöfen des Ostens und Normanen aus dem Westen. Sogar ein jüdischer Händler aus Córdoba und Barcelona hat unbekannte Gewürze und Medikamente aus Andalusien mitgebracht. Es ist alles anders, man begibt sich auf die Reise in eine Zeit vor 1000 Jahren!

Was ist anders als auf einem Mittelaltermarkt ?

Lebendige Museumswelten
Lebendige Museumswelten

Warum muss ich es eigentlich noch erklären? Wenn ein Museum und sei es nur ein kleines Heimatmuseum zwischen Spreewald und Cottbus es schafft, etwa 120 handverlesene Geschichtsdarsteller zusammen zu bekommen, unterscheidet es sich schon dadurch von einem kommerziellen Mittelaltermarkt in der Qualität und der Art der Vermittlung. Wie erklärte es der slawische Kollege so schön bei den Kampfvorführungen: „Wir müssen am Mo. alle wieder vor unserem Chef stehen.“ Aber nicht nur der Enthusiasmus und das Engagement macht dieses Fest so besonders. Da sich die meisten der Darsteller bereits sein Jahren und Jahrzehnten mit der Materie beschäftigen, ist hier eine Qualität der Handwerker, Kämpfer und Rekonstrukteure erreicht, dass sich jedes mit Frühmittelalter beschäftigte Museum die Finger lecken könnte. Und der Zulauf der Besucher seit über 10 Jahren zeigt uns auch, das dieses Konzept angenommen wird. Denn nicht nur Engagement, an vordester Linie unsere Gastgeber Babette Zenker, Museumsleiterin, und Kornelius Kusch, Orga., Qualität und Authentizität der Geschichtsdarstellung sind besonders, sondern auch das Publikum, das sehr wißbegierig, kommunikativ und freundlich ist. Die beste Gewürz- und Medikamenteerklärerin jenseits von Al Andalus mußte sich dieses Mal nur deswegen nicht heiser erklären, weil unser Gewürzteppich etwas versteckt hinter dem Lager der Normannen lag. Vielleicht ist das Interesse einfach heimatbezogener, historischer und nicht so klischeebelastet, wenn es um Slawen und Umfeld geht, statt bei den wesentlich mehr bekannten Leitkulturen Wikinger und Ritter. Deswegen mußte dieNiederlausitz aktuell wenigstens einmal Wikinger hineinbringen, obwohl diese nur wenige Handwerker stellten und die slawischen Schläfenringe bei den Damen überwogen.

Ohne Kampf kein Fest

Aber auch die Darstellung des slawischen Mittelalters in Dissen kommt nicht ohne Abstriche an den Publikumsgeschmack aus. Und will es womöglich auch gar nicht. Wenn Mittelalter, dann müssen auch Schilde, Lanzen, Schwerter her (für Bögen und Schleudern ist das Gelände zu

Kampfvorführungen am Rande der Grubenhäuser
Kampfvorführungen am Rande der Grubenhäuser

klein!). Die Geschichte der Slawen im Gebiet zwischen Saale, Elbe, Oder und Neiße war auch eine Geschichte des Kampfes, des Widerstandes und des Untergangs. Das könnte bis heute erzählt werden. Dieses Jahr hatten wir zwei Kampfgruppen von insgesamt 12 Kämpfern, die ausgesprochen gut miteinander harmonierten und sich sehr gute (freie) Kämpfe lieferten. Ich bin in der Hinsicht schon etwas abgestumpft, aber das war ausgesprochen spannend, Jungs. Das 2. Pennon des franko-flämischen Contingents, das an den Kämpfen beteiligt war, wird sich dieses Jahr in Hastings gut machen. Und wehe, ihr gewinnt nicht! Stichwort: Schleuderblei! Der Abstrich an den Geschmack meint, dass eigentlich keine Mittelalterveranstaltung, die Kleine und Große einen populären Eindruck vermitteln möchte, ohne Gewalt auskommt. Film und Fernsehen ziehen daraus oft den Schluss Mittelalter = Gewalt. Aber diese ist falsch. Und betrachtet man den heutigen täglichen Horror, ist rasch klar, welche Zeit mehr Gewalt, Tod und Unrecht zu bieten hat. Heute hätte keine Minderheit wie die Spree-Neiße-Sl

Am 2. Oktober sind wieder die Krieger geladen
Am 2. Oktober sind wieder die Krieger geladen

awen gegen einen übermächtigen Gegner überleben können. Wie lange aber das Sorbische in Dissen überleben konnte, daran erinnert heute das Heimatmuseum und hier eine kleine Einführung.  Die Veranstalter werden übrigens im Herbst noch eine Extra-Kampfveranstaltung einschieben. Unter dem Titel „Es riecht nach Streit : Krieger beim alten Volk“ werden am 2. Oktober noch einmal Kämpfer und andere Darsteller in Dissen auflaufen.

Falls Museen gute Geschichtsdarsteller wollen, müssen sie sie wie Gäste und gute Freunde behandeln, darin ist das Heimatmuseum Dissen mit Stary Lud vorbildlich. Es machte Spaß, hier den ganzen Tag in Sachen „Geschichte“ zu arbeiten. Deswegen möchte ich diesen kleinen Bericht mit einen herzlichen Dank für

Gewürze und Medikamente aus Córdoba
Gewürze und Medikamente aus Córdoba

die freundliche Aufnahme und Versorgung während des Festes enden lassen. Wie die anderen kommen wir gerne wieder, ganz sicher …

Euer Isidorus

 

 

 

Der 10. Heerbann in Berlin-Brandenburg

Heerbann 2008 mit viel Sonne
Heerbann 2008 mit viel Sonne

Seit 10. Jahren besteht der Heerbann als interne Großveranstaltung im Raum Berlin-Brandenburg. Gegründet wurde er, um die Berliner Mittelaltergruppen wieder näher zusammen zu führen. Seit 2008 sind die Ottonen dort als Teilnehmer mit dabei. Möchte ich ein Fazit ziehen, so brauchte ich nur am Wochenende in das Gesicht von Odo von Craien zu schauen: So locker und gelöst habe ich ihn während des Heerbanns selten erlebt. Er schaute erleichtert und zufrieden auf zehn Jahre zurück.

War der 10. Heerbann groß oder klein? Ich hatte das Gefühl, der Heerbann wäre im Vergleich zu den vorherigen etwas geschrumpft, und die Zahlen von Odo bestätigen das auch: Wir waren 540 Teilnehmer in diesem Jahr. Ich kann mich noch an 707 Teilnehmer erinnern. Aber nicht auf die Größe kommt es schließlich an.

Odo organisiert seit 10. Jahren den Heerbann
Odo organisiert seit 10. Jahren den Heerbann

Ganz bestimmt nicht! Die Qualität der Darsteller nimmt jedes Jahr zu, dabei ist es ein Kämpfertreffen (fast). Bei dieser merklichen Steigerung der Darstellung kann auf etwas Quantität ruhig verzichtet werden. Workshops gab es, einen kleinen internen Markt (der immer noch größer war als Vergleichbares auf „Mittelaltermärkten“) und natürlich die Kämpfe und Schlachten. Jedes Jahr wundere ich mich, dass die Jungs (und Mädels) heil wieder kommen. Und Odo atmet wahrscheinlich am Ende auf.  Das viele Kämpfer zu sehen sind wie sonst vielleicht nur bei den ganz gr0ßen Reenactmentschlachten (Hastings, Waterloo, etc.), leider zeitengemischt,  daran gewöhnt man sich irgendwie im Laufe der Jahre, aber das lebendige Zelt-(Heer-)lager ist jedes Jahr immer wieder imponierend. Natürlich spielt auch das Wetter eine Rolle wie gut die Stimmung ist. Das war f

Die Ottonen mitten im Zeltlager

rüher so und ist auch heute nicht anders. 2008 war, wie oben auf dem Foto zu sehen ist, von sommerlicher Wärme geprägt. 2016 im Jubiläum kam oft die Sonne heraus, aber wir befanden uns mitten in der Schafskälte, immerhin blieb es überwiegend trocken und das ist die Hauptsache. Odo drückte es so aus:  Das Bier war dieses Jahr gut gekühlt.

Was wäre das Fest ohne ein Bankett? Dazu bringen alle ihre Bänke und Tische auf den „Hauptplatz“ mitten im Lager. Wikinger, Ottonen, Hochmittelalterliche, Germanen, Slawen, Spätmittelalterliche bunt gemischt waren plötzlich mit Möbel unterwegs! Innerhalb von Minuten entstand ein Freilichtbankett, von dem die Galier nur träumen konnten (da sie ja nie die „freundlichen“ Legionäre aus der Nachbarschaft dazu eingeladen hatten). Schon am Morgen gab es Schnitttest an 5 Schweinen, die danach den ganzen Tag auf dem Feuer garten und nun serviert wurden. Danke an Rainer, den Schweinebräter. Das Bier mußte noch verteidigt werden, dann durfte Odo eine Rede halten. Besonders war Hagen zu danken, der uns die

Ottonischer Möbeltransport zum Bankett
Ottonischer Möbeltransport zum Bankett

Wiesen zur Verfügung stellte. Plötzlich stand eine Molle gefüllt mit leckeren Grillschwein auf unserem Tisch und wem dies nicht genug war, der konnte von Tisch zu Tisch gehen und sich an vielen Essen aus allen Ländern und allen (mittelalterlichen) Zeiten eindecken. Unsere mit Pfeffer gewürzten Käsebällchen (Ottonenbällchen) bekamen den Status „legendär“. Danke für das Lob! Es lag nicht an der Musik, dass sich die Runde lichtete, sondern eher an der Kälte, viele strebten zu ihren Feuern.

Der Heerbann-Sonntag ist stets vom Mittelalter-Flohmarkt geprägt. Es wurde verkauft, was nicht mehr gebraucht wird. Auch das in der Schlacht nun verkleidete Kämpfer auftauchten z.B. als Weihnachtsmänner, hat bereits eine lange Tradition. „Verkleidete“ verkleiden sich. Den besonderen Preis verdient der Kämpfer mit dem Bananenhörnerhelm.

Das Bankett mit Ottonenbällchen im Vordergrund
Das Bankett mit Ottonenbällchen im Vordergrund

Auch der 10. Heerbann mußte zu Ende gehen. Die meisten Teilnehmer konnten ihre Zelt trocken abbauen, wie ich hörte. Ein Termin für die 11. Heerbann (wahrscheinlich der 29-30.4.2017) ist schon festgelegt. Meine Vermutung, Odo würde es mit 10x genug sein lassen, hat sich also nicht bestätigt. Menschen, die es gut wissen müssen, bescheinigen ihm bei der Organisation eine Meisterleistung. Dem schließen wir uns gerne an. Fotos gibt es in Massen wieder beim Fotofloh.

Euer Isidorus

Fotos: 1. Isidorus 2.-5. Lis u. Hermann

Käsekuchen-Ottonen in Winterklausur

Winterklausur im Harz, Foto: Hermann
Winterklausur im Harz, Foto: Hermann

Auch im nächsten Beitrag im Ottonenzeit-Blog geht es um Küche und Ernährung. Zu Beginn des Jahres ziehen sich unsere Mitglieder und Freunde zu einer Winterklausur zurück. Diese fand vom 12. – 14. Febr. bereits zum zweiten Mal im Kloster Drübeck statt. Thema dieses Jahr war der ottonische Kitchen-Guide (Küchenführer). Dieser wurde anlässlich der „Kaiserlager“ 2007 u. 2008 erstellt und bedarf dringend einer Überarbeitung und Aktualisierung. Auch kann der Rezeptteil verbreitert und ergänzt werden.

Was wurde um 1000 gegessen und gekocht?

Gewandet im Sommer kann jeder, barfuß im Harz... Foto: Hermann
Gewandet im Sommer kann jeder, barfuß im Harz… Foto: Hermann

Die erste Frage war: Wollen wir uns überhaupt noch mit einen Küchenführer belasten? Gibt es nicht inzwischen Bücher wie die von Doris Fischer (hier im Blog besprochen)? Wir einigten uns auf eine Aktualisierung des ottonischen kitchen-guide. Allerdings soll dieser nicht als (wissenschaftliche) Publikation herauskommen, sondern als digitale Version (in ständiger Überarbeitung) weitergeführt werden. Eine Druckausgabe soll lediglich für den internen Gebrauch im Verein erstellt werden. Dazu wurde ein Vorgehen in mehreren Schritten vereinbart. Ich schätze, dass wir für eine Schlußredaktion noch eine weitere Winterklausur benötigen werden.

Natürlich gab es auch noch andere Themen zu besprechen und zur Winterklausur gehört

Ottonen und Freunde in Walkenried. Foto: Mara
Ottonen und Freunde in Walkenried. Foto: Mara

auch mind. ein Ausflug oder eine Wanderung.  Dieses Mal ging es über den Harz zum Kloster Walkenried. Einen Abschluss fand die diesjährige „ottonische“ Winterklausur beim Käsekuchen in Quedlinburg. Leider war die Wipertikrypta, die wir zur Besichtung auserkoren hatten, geschlossen. Sicherlich ein Programmpunkt zur nächsten Winterklausur.

Außerdem verweise ich hier auf eine Aktualisierung der Termine. In diesem Zusammenhang erwähnt: Die nächste Winterklausur findet vom 10. – 12. Febr. 2017 statt.

Euer Isidorus

Das neue Jahr (2016)

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Sylvester 2015 – 2016, Turmhügelburg Lütjenburg. Foto: Torsten Mann

Allen einen guten Start ins neue Jahr und viele schöne historische Ereignisse sollen erlebbar sein.

z.B. im jährt sich die Schlacht von Hastings zum 950., da werden auch Mitglieder des Lebendige Geschichte e.V. mitmachen. Natürlich nicht als Ottonen, sondern als Normannen. Hier dazu mehr…

Bei mir  beginnt 2016 etwas lustlos. Es wartet Vereinsbürokratie auf mich und die Vereinstermine müssen auch aktualisiert werden. Wie und Wo organisieren wir dieses Jahr eine neue Schleuderermeisterschaft? Kurz und gut. Ich bin noch gar nicht richtig im neuen Jahr angekommen. Immerhin stehen heuer alle Teilnehmer für die (interne) Winterklausur im Febr. fest. Diese findet im Kloster Drübeck statt. Alle freuen sich schon sehr auf diese Zeit.

Aber auf eine Veranstaltung möchte ich am Ende noch hinweisen: Am Dienstag, 26. Januar 2016, spricht Dr. Marianne Mödlinger (Universität Genua/I) zum Thema: „Kampf und Bewaffnung in der Bronzezeit“.  Vortragsbeginn ist 19.30 Uhr. Die Veranstaltung (Dauer ca. 60 Min.) findet im Hörsaal des Landesmuseums für Vorgeschichte (Seiteneingang), Richard-Wagner-Str. 9, o6114 Halle (Saale) statt. Der Eintritt ist frei.

Euer Isidorus

Wanderausstellung 2015 in Bad Gandersheim

Gruppenfoto der „Wanderausstellung“ 2015, Foto: Maic Gronych, Huginn-Ravenpicture

Auch in diesem Jahr fand eine ottonisch-saalische Wanderung in Gewandung statt, von uns seit 2011 „Wanderausstellung“ genannt. Diesmal haben wir uns eine Tour und eine Unterkunft in Bad Gandersheim gesucht, der „Wiege der Ottonen“. Ein ausführlichen Bericht mit Fotos gibt es von Lis in unserem Wanderausstellungs-blog…

Viel Spaß beim Lesen, Euer Isí

Die Ottonenzeit im Advent

Mittelalterlicher Adventsmarkt auf der Turmhügelburg (Foto v. 2012)

Bei unser Herbstwanderung, der „Wanderausstellung“, sagen wir zwar jedes Mal das ist unser „Saisonabschluss“ für dieses Jahr. In Wahrheit gibt es aber auch im Winter einige Aktivitäten. So laufen die Belebungen auf der Turmhügelburg weiter und besonders möchten wir auf den trad. Adventsmarkt hinweisen, der dieses Jahr am 1. Adventswochenende stattfand.

Historische Beleuchtung auf der Peißnitz

Aber wir waren dieses Jahr auch auf der Peißnitzinsel aktiv. Im Rahmen von „Advent an der Saale“ illuminierten wir mit Lampen der Trichterbecherkultur (Steinzeit), antiken Öllampen, mittelalterlichen Talglampen und wenige neuzeitlichen Fackeln (die Neuzeit brannte am schnellsten weg) die Schachtische auf der Peißnitz-Insel in Halle. Das sah auch schon von weitem wunderschön aus und besonders schön wurde es, als unser „Ehren-Ottone“ Heinrich mit eine kleinen privaten Feuershow begann. Da Advent an der Saale damit erst begann, war der Besuch sehr bescheiden und wir tranken den Glühwein alleine und saßen im kleinen Kreis inmitten unserer Lampen an der Feuerschale.

  

und weitere Fotos in einer kleinen Galerie …

Euer Isí

Museumsnacht in Zörbig

zörbig-Plakatmit Ottonenbeteiligung.

Zörbig wurde 961 das erste Mal als Zurbici und 1009 als Burgwardhauptort erwähnt. Vor den frühdeutschen Befestigungsanlagen sind archäologisch bereits mind. zwei slawische Siedlungsschichten nachgewiesen. Darum und mehr wird es gehen. Wir halten einen Vortrag und führen in die Ottonenzeit und die Rekonstruktion der Ottonenzeit mit praktischen Beispielen ein.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Museum in Zörbig wird damit fortgesetzt, siehe hier …

Euer Isí

Frühjahrsklausur 2014

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Auf der Hinreise: Henricus am Grab seines Kaisers Otto I.

Mit der Frühjahrsklausur jedes Jahr beginnt die Saison des Lebendige Geschichte e.V. Dieses Jahr fand sie vom 7. bis zum 9. März in Halle statt. Ein sehr großer Anteil unserer Vereinsmitglieder und damit Ottonen ist gekommen. Ich bedanke mich sehr herzlich dafür, denn einige haben eine lange Fahrt dafür auf sich genommen.

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Ottonisches Abendmahl

Freitagabend war Anfahrt und Ankunft der Teilnehmer. Es gab ein Essen anläßlich unseres letztjährigen 100. Geburtstag (2x 50 Jahre), für das unser Leib- und Magengrieche um die Ecke sorgte. Gespräche setzten sich bis in die Nacht fort. Das ist so, wenn man sich lange nicht gesehen hat.

Offizielle Eröffnung unseres Vereinsbüros

Der Samstag begann mit Frühstück und der offiziellen Eröffnung unseres Vereinsbüros in der Geiststraße in Halle. Ein Vortrag über die frühmittelalterliche Stadtwerdung von Halle im Zusammenhang mit slawischer Besiedlung schloss sich an. Da dies nur ein Zwischenstand ist, kann er hier nicht veröffentlicht werden.

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Übungsschleudern an der Saale

Wir hatten so ein Glück mit dem wundervollen Frühlingswetter. Der Punkt „Museumsbesuch“ im Landesmuseum Halle für Vor- und Frühgeschichte wurde deswegen auf den Sonntag verlegt. Ein Teil der Mitglieder machte einen Stadtspaziergang und besah sich den Teil eines romanischen Wohnturms in der Rannischen Straße 5, siehe hier... Die Schleuderer nutzten die Zeit und das Wetter für ein gemeinsames Schleudertraining. Ich muss schon sagen, ihr seid alle besser geworden und ich fürchte um meinen dritten Platz bei den nächsten Meisterschaften im Sommer.

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Ruhepause und Mittagessen im Gartenlokal

Ein schöner Programmpunkt war auch das gemeinsame Mittagessen im Gartenlokal des Peißnitzhauses. Ich denke, es hat allen gut gefallen. Sabine machte nun für alle eine Einführung in die Kammweberei und natürlich mußten wir auch unsere alljährliche Mitgliederversammlung abhalten und den Punkt „Vereinsmeierei“ abhaken. Das verlief dank Buteos Sitzungsleitung sehr unaufgeregt und entspannt.

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Einführung in die Kammweberei
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Und so schaut es aus

Die Frühjahrsklausur klang am Sonntag sehr gelungen mit einem Besuch von Dauer- und Sonderausstellung des Landesmuseum in Halle aus. Wir rammelten nicht als Gruppe hindurch, sondern jeder lebte sein „Angucktempo“ aus.  Die eigenwillige und künstlerisch geprägte Präsentation in Halle hatte unter den Augen dieses versammelten „Fachpublikum“ nicht nur Bestand, sondern wurde gelobt, rief sogar Begeisterung hervor. Ich glaube, das sollte ich bei nächster Gelegenheit, den Verantwortlichen mitteilen.  Während und nach dem Museumsbesuch hieß es bereits Abschied nehmen, so ein Wochenende geht leider schnell vorbei. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder …

Euer Isí

Fotos von L. u. T. Mann, Kiel, herzlichen Dank!