Sonderband über Edithas Grablegen

06Foto: LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták

So wie hier auf dem Bild des LDA konnte ich auch den Restauratoren unseres Landesamtes über die Schulter schauen, wenn sich die Gelegenheit ergab. Und habe auch schon zuvor darüber geschrieben, siehe Chronico. Lange habe ich auf den (vorläufig) abschließenden Band über die Untersuchungen der Grablegen der Editha (1. Frau v. Otto I.) gewartet. Jetzt ist er endlich raus und ich habe es fast vergessen. Dabei ist der Band für die Ottonendarsteller immens wichtig. So schaut er aus:

Cover_EdithaGrablegen

Wichtige Frage, wo ist der Editha-Sonderband zu bekommen, außer in unseren Lieblingsbibliotheken? Der Buchhandel hat es nicht, auch nicht die Tante A. mit den niedrigen Löhnen. Zu bekommen ist es direkt beim LDA Sachsen-Anhalt. Hier die Bestellliste. Eine Bestelladresse ist dabei. Schlagt zu, ihr werdet es nicht bereuen!

Und was steht drin? Oh, eine ganze, ganze Menge. Der Eindruck, außer das ich unseren Lieblingsheinrich dort ständig abgebildet sehe, ist ein guter! Der 289 S. starke, mit Beilagen und tollen Abb. und Fotos ausgestattete Band gliedert sich folgendermaßen:

Der erste und kürze Teil „Archäologie .- Kunstgeschichte – Historische Einordnung“ von Rainer Kuhn, Ange Neugebauer/Heiko Brandl und Caspar Ehlers schildert das Drumherum der Wiederauffindung des Grabes im Rahmen der Ausgrabungen am und im Dom von Magdeburg. Es wird kunstgeschichtlich ausführlich auf das Grabmal Edithas eingegangen. Seitenlang wird danach der historische Rahmen um die Königin geflochten, inkl Itinerar Edithas und Ottos. Sehr informativ und nützlich, muß ich zugeben.

Der größte Teil des Buches widmet sich der „Analysen – Forschung – Ergebnisse“. Und ich verspreche nicht zu viel: Alle Ottonenfreunde und Ottonendarsteller werden sich beim Lesen alle 10 Finger lecken. Ich erwähne nur kurz besondere Artikeltitel: „Aus dem Bleisarg der Editha – Untersuchung der Textilien“ (Teil 1 und Teil 2), „Die Kaiserin im roten Gewand – Zur Identifizierung des roten Textilfarbstoffes in Edithas letztem Kleid“ und „Pflanzenreste im Editha-Bleisarg aus dem Dom zu Magdeburg. Natürlich wird auch ausführlich auf die vielfältigen Insektenfunde im Bleisarg eingegangen. Da bleibt keine Frage offen. Heinrich meinte, so viel Viecherei hatte er noch nie in einem Fundgut gehabt. Moose und Mineralien werden auch untersucht. Kein Krümel, der hier unerwähnt bleibt. Freut Euch schon auf die Muster von Edithas Kleid!

Der kürzeste Teil des Bandes widmt sich dem damaligen Presseecho und ist betitelt „Königin Editha als Identifikationsfigur“ Ohne Fragezeichen, was mich etwas verwundert hat.

Das soll es zunächst gewesen sein. Jetzt geht es ans ausführliche Lesen.

Euer Isí

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Foto: LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták