Projektförderung Archäologie 2016

Die archäologische Gesellschaft Sachsen-Anhalt hat auch für das Jahr 2016 einen Förderpreis für archäologische Projekte im Land ausgelobt, die bis zur Höhe von 2000 € unterstützt werden können. Förderwürdig sind z.B. lt. der Gesellschaft:

  •  archäo­lo­gi­sche Pro­spek­tio­nen und Ausgrabungen
  • die (natur-)wissenschaftliche Auf­ar­bei­tung archäo­lo­gi­scher Ausgrabungen
  • Tagun­gen zur Archäologie
  • die Ent­wick­lung von neuen archäo­lo­gi­schen Verfahren/Methoden, die mit dem Bun­des­land Sachsen-Anhalt stehen
  • die Auf­be­rei­tung archäo­lo­gi­scher (Boden-) Denkmäler
  • Schul­pro­jekte, die Kin­dern und Jugend­li­chen die Archäo­lo­gie Sachsen-Anhalts näher bringen.

Näheres dazu auf den Internetseiten der arch. Gesellschaft unter http://agisa.de/foerderung/  Der Einsendeschluss für den Projektantrag (an den Vorstand der Gesellschaft) ist der 15.01.2016.

Euer Isí

Archäologische Gesellschaft in Drübeck

Kloster Drübeck mit ottonischen Wurzeln, Klosterkirche

Dieses Jahr war ich nicht auf dem Heerbann in Berlin-Brandenburg,  sondern im Kloster Drübeck zur Jahrestagung der archäologischen Gesellschaft von Sachsen-Anhalt.  Das Ambiente des Kloster Drübecks und auch das umfangreiche Vortragsprogramm haben den Besuch mehr als gerechtfertigt.

Kloster mit ottonischen Wurzeln

Das Kloster Drübeck wurde 960 in einer Geschenkungsurkunde Otto I. zuerst erwähnt. Viel Ottonisches ist in Kirche und Kloster allerdings nicht mehr erhalten. Hier mehr zur Geschichte …  Einst Benediktinerinnenkloster ist Drübeck heute ein evangelisches Tagungshaus mit einer ausgezeichneten Küche (aus regionalen Produkten, frisch zubereitet). Am meisten hat sich von der Atmosphäre aus der Zeit als evangelischem Damenstift erhalten. Einige Fotos habe ich hier abgelegt … Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, dort die Parkanlagen und die Unterkunft zu genießen, aber wir waren natürlich nicht nur zum Spaß dort.

Ottonisches Marktpflaster in Quedlinburg entdeckt

Es gab auf der Tagung neben den üblichen Mitgliederregularien und der Verleihung der archäologischen Projektförderung 2014 ein umfangreiches Vortragsprogramm: Natürlich ging es hier auch um die Klosterkirche von Drübeck und neuere Untersuchungen dazu. Aber besonders im Fokus stand an die Kreisarchäologie im Harzkreis, die Dr. Oliver Schlegel, der Kreisarchäologe, mit einem sehr kurzweiligen Vortrag vorstellte. Im Harzkreis blieben auch Dr. Gärtner, der über aktuelle Forschungen zur Siedlungsarchäologie in Quedlinburg referierte und Robert Brosch, der seine Grabungskampagnen mehrerer Jahre in Quedlinburg vorstellte, bei der er das ottonische Marktpflaster entdeckt haben möchte, eine Fläche festgestampfter Erde mit Knochen und anderen Resten. Zur Datierung diente eine gefundene Fibel, Typ Frauenhofen, die in das 10. u. 11. Jahrhundert gehören. Da würden wir uns doch über eine baldige Veröffentlichung der Grabungsergebnisse freuen, denke ich, um all das noch einmal nachlesen zu können.

Euer vertagter Isí

Fibeln Typ Frauenhofen (Fundort Tilleda)