Flyer für das Ottonenlager in Augsburg

Wie aus den Terminen zu ersehen ist, machen wir im Mai neben dem Heerbann auch ein Ottonenlager in Augsburg. Unser Organisator Wilderich hat dafür sogar einen  Flyer erstellt. Wir haben, wie daraus zu ersehen ist, am 18. Mai Besuchstag. Interessierte Gäste können gerne kommen, schauen was wir machen und wie Handwerk und Alltag in der Ottonenzeit aussah bzw. wie unsere Rekonstruktionen ausschauen.

Was fällt mir gleich zu Augsburg noch ein? Natürlich, der 10. Aug. 955 als Datum der siegreichen Schlacht von Otto I. gegen die Ungarn. Im Foyer im Rathaus von Königsbrunn auf dem Lechfeld ist nun ein Diorama mit über 7500 Zinnfiguren aufgestellt worden.  Hier ein Blick darauf:

Lechfeldschlacht

Herzlichen Glückwunsch an Martin Sauter, der mit großer Arbeit, Recherche und riesigen Zeitaufwand dieses Diorama geschaffen hat. Unser Wilderrich war bei der Präsentation am 24. Februar dabei und berichtete, dass die eine oder andere Figur nicht ganz dem 10. Jahrhundert entspricht, so sind Dreieck- und Normanenschilde zu sehen, aber dieser riesigen Visualisierung dennoch großen Respekt zu zollen ist . Ihm stellte sich allerdings die Frage, ob die Schlacht wirklich so stattgefunden hat. Aber das ist erst gänzlich zu beantworten, wenn tatsächlich Schlachtfeldfunde gemacht werden, was bisher nicht der Fall war. Die Präsentation mit Licht, Dias und Ton ist sehr gelungen! Schade fand Wilderrich, dass es einen geschlossenen Schaukasten gab, um den man nicht herumgehen konnte, was bei 26 qm evt. sinnvoll gewesen wäre.

Es fiel natürlich auf, dass die Herren Politiker so etwas gerne zur Repräsentation nutzen und man Ihnen Interesse am Thema kaum abnimmt. Leider haben wir uns an so etwas schon gewöhnt!  Wie soll es weiter gehen mit der Lechfeldschlacht und Königsbrunn? Lange ist von einem eigenen Museum geredet worden. Nun hat mir Herr Moritz vom Kulturbüro gesagt, dass es wohl einen Pavillon für das Diorama und weiteren zwei Teilen davon geben wird. Unseren Vorschlag, im Pavillon auch Alltagsleben zu präsentieren, fand bislang noch keine Resonanz. Im Gespräch ist auch ein Deutsch-Ungarisches Begegnungszentrum. Wie man allerdings etwas von nationaler Bedeutung mit regionalen Möglichkeiten fertigbringen möchte, ist mir noch unerklärlich. Ein Blick zum Geschichtspark Bärnau-Tachov oder zur geplanten Klosterstadt Meßkirch zeigt, wie es vielleicht gehen könnte. Als Negativbeispiel wäre ein anderer ottonischer Ort, nämlich Quedlinburg  zu nennen, dort tritt man zum Thema schon jahrelang auf der Stelle, immerhin sind dort mit ottonischer Bausubstanz und Domschatz auf andere Weise die Geschichte erlebbar zu machen. Königsbrunn hat dergleichen nicht zu bieten. Hier muß man sich schon etwas auf die Hinterfüße stellen…

… denkt jedenfalls Euer Isí

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